Schlagworte: Musik, Ausdruck, Worte
„Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist.“
85 Stimmen: ![]()
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Fricke,Rudolf 26.09.2007, 16:28 Uhr
Musik vermag Unaussprechliches zu vermitteln und die Tiefen der menschlichen Psyche anzusprechen.Es ist die Sprache der Gefühle,die ohne Worte auskommt und dennoch oder gerade deshalb von jedem Menschen verstanden wird.
Ingrid Z 01.07.2008, 21:31 Uhr
Das Zitat und auch der Kommentar dazu von Fricke,Rudolf sind erstklassig und völlig stimmig!
Finna 02.07.2008, 22:08 Uhr
Mit Worten können Gefühle nicht in den schillernsten Farben beschrieben werden und erlebte Situationen können nicht mit ihren einmaligen Stimmungen und besonderen Eindrücken so wiedergegeben werden, dass ein Zuhörer sie im Nachhinein miterleben kann. Die Musik versetzt uns aber in solche Situationen hinein, transportiert Stimmungen, pur und unverfälscht und jeder hat die Möglichkeit, das zu erleben. Rainer Maria Rilke nannte die Musik eine "Sprache, wo andere Sprachen enden", und das trifft meiner Meinung nach genau den Punkt. Sie beginnt nicht vorher, denn Konkretes kann in der Musik kaum ausgedrückt werden, in der Sprache jedoch wohl. Für abstrakte Dinge sind aber Worte nicht hinreichend. Die Musik beginnt also dort, wo selbst die kühnsten Metaphern den Inhalt nicht zufriedenstellend wiedergeben können.
Ich habe mich oft gefragt, warum Menschen gelernt haben zu musizieren. Gab es da in der Vergangenheit einen evolutionären Nutzen, wie es ihn eigentlich für all unsere Fähigkeiten gibt? Ich finde keinen. Und doch hat sich in jeder Kultur ein eigener Musikstil entwickelt und es gibt keinen Menschen auf der Welt, der sich nicht für irgendeine Art der Musik begeistern kann. Sie bereichert unser Leben und ohne die Musik wäre uns doch ein großer Teil an Lebensqualität genommen - obwohl es doch eine so nutzlose, funktionslose Sache zu sein scheint.
- Es ist schön, dass es Musik gibt :-)
Manfred Huppertz 14.03.2009, 14:47 Uhr
Victor Hugos Zitat ist mir aus der Seele gesprochen. Ich empfinde Musik genau so!
Heute mußte dieser Text einem kryptisch verschlüsselten Rätsel in der
NRZ (Neue Rhein/Ruhr-Zeitung Essen) entnommen werden.
Neumann 14.03.2009, 15:51 Uhr
@finna: Halte Musik eher für konkreter (nicht abstrakter) im Ausdruck als die Sprache...eigentlich also beginnt sie VOR der Sprache, nicht dahinter. Jedenfalls geht es wirklich um Emotionen, die die Musik besser herauskitzelt als die Sprache (so verstehen also auch kleine Kinder mit etwas Übung die Musik besser als sprachliche Feinheiten). Und noch jedenfallser hat der Rilke Nietzsche und Richard Wagner gelesen - damals völlig unumgehbar -, wonach also die Musik höchste "Erlösung" vermitteln könne...(ich glaub, schon Schopenhauer dachte in die Richtung...und N. und W. sind von dem beeinflusst). Victor Hugo also dachte in die gleiche Richtung, ebenfalls zuvor.
Neumann 14.03.2009, 16:15 Uhr
@finna: Dachte gerade auch über den "evolutionären Nutzen" von Musik nach. Ich glaube, es gibt schon einen...sowas wie Gemeinschaftsbildung scheint mir da Wesentlich zu sein...der Buschmann lädt alle anderen Buschmänner und -frauen dazu ein, gemeinsam sich rhythmisch zu engagieren...zu tanzen, singen, trommeln etc.. Also am Anfnag stand vielleicht das "Gemeinschaftsspektakel", das Musik produzieren kann. Geht nicht so gut, wenn alle gleichzeitig reden. Alle gleichzeitig singen, trommeln usw. geht aber sehr gut.
Christaini 16.09.2009, 22:33 Uhr
Musik! Dieses Zitat spricht mir aus der Seele. Musik ist so unglaublich, vielseitig und mitreisend. Für jeden Anlass gibt es das richtige Lied.
Der wahre Wolfgang 17.09.2009, 00:21 Uhr
@Christaini, deine Musik reist also mit? Wo soll`s denn hingehen?
H. Smidt 17.09.2009, 07:45 Uhr
Sansibar natürlich!
Neumann 17.09.2009, 14:39 Uhr
Habs nochmal nachrecherchiert: Die Aussage selbst klingt sehr nach Schopenhauer...die Musik als unverstellter Ausdruck der "Welt als Wille"...Musik ist reiner Wille...also unabhängig der Bedingungen von Raum und Zeit und Kausalität (Der Satz vom Grunde - noch von Leibnitz her -, der beim reinen Willen nicht mehr gilt). Victor Hugo war ein Leser Schopenhauers...das ist erwiesen.
Finna 17.09.2009, 19:17 Uhr
@Neumann: Gerade weil die Musik vor der Sprache beginnt ist sie doch abstrakter. Rein und ungeschliffen, unverfälscht spiegelt sie zum Beispiel eine Stimmung wieder, die an sich nicht greifbar und beschreibbar ist. Stimmungen sind meiner Meinung nach nie konkret. Und beim Zuhören hat auch nicht jeder das gleiche Bild im Kopf und empfindet das gleiche.
Deine Idee mit der Gemeinschaftsbildung finde ich einleuchtend. :-)
Senftopf 28.02.2010, 10:07 Uhr
MUSIk tröstet, verwirrt, deprimiert, beflügelt, erinnert,besänftigt ...und ... und MUSIK ist MUSIK in meinen Ohren, wenn acuh nicht jedweder Couleur...
Senftopf 28.02.2010, 10:19 Uhr
Ergänzung: ... in keiner Kustart ist (meiner Meinung nach) das Spektrum an Ausdrücken, Gefühlen und Adjektiven breiter ...
Senftopf 28.02.2010, 10:20 Uhr
KUNSTART
Hakan Altug 28.02.2010, 11:51 Uhr
...alle meistens auch)Nahrung fuer die Seele.
Mozartkugel 28.02.2010, 12:07 Uhr
@Hakan Altug, du solltest mal `nen Döner von `nem bayerischen Seelenverkäufer probieren. Da iss Musike aber kein Hammel drin!
Hakan Altug 28.02.2010, 12:56 Uhr
@Mozartkugel,
...worauf willst du (genau)hinaus?
Hakan Altug 28.02.2010, 13:43 Uhr
@Mozartkugel,
Lese kommentare von @Senftopf,es ist lohnungswert(!)und dann versteht man,was ich meine...
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