Schlagworte: Jugend, Manieren, Autorität, Eltern
„Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.“
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Flavia 16.09.2007, 14:50 Uhr
Ein gutes Zitat für alle, die sich über die "böse" Jugend aufregen.
Die alten Griechen hatten ja anscheinend das selbe Problem.
Jens 28.08.2008, 21:49 Uhr
Wie wahr, wie wahr. Habe eine 16jährige Tochter - das sagt alles.
Ingrid Z 28.08.2008, 21:54 Uhr
@ Jens: Das nennt man Pubertät und geht vorüber. Du musst das nur einmal überstehen, ich hatte das 7x zu 'erdulden' ;-D
Strubbel 28.08.2008, 22:06 Uhr
Mir fällt spontan ein: "Damals war die Zukunft auch schon besser." Natürlich weiss ich wieder nicht von wem.
Hat damit vllt auch wenig zu tun :P
Ingrid Z 06.11.2008, 13:46 Uhr
@ Jens: Zur Ergänzung: 'Pubertät ist die Zeit, wo die Eltern komisch werden' :-)
Gilles 06.11.2008, 18:10 Uhr
^^ich bin 15, stecke also mittendrin^^...
Ich weiß nicht ob Eltern komisch werden oder ob wir komisch werden, ich glaube man will sich so ein bisschen von allem lösen auf eigenen Beinen stehen, aber man ist noch nicht reif genug um alle Folgen zu sehen, ist ein bisschen wie die kleinen Küken die schon fliegen wollen und einfach aus dem Nest hüpfen, wenns nicht klappt - so deren denken - meine Eltern können ja fliegen^^.
Nur erstaunlich ist schon das die Menschen vor rund 2000 Jahren ( socrates glaube ich, etwa 2000 jahre, wusste das mal;-) )das Gleiche Problem hatten wie wir heute und dass man auch heute noch meint die Jugend würde immer schlimmer werden, doch irgendwie beschreibt unser Philosoph dort oben genau die Probleme, die es auch heute schaffen Eltern mit Kindern in Streit leben zu lassen :-)
konrad 06.11.2008, 21:00 Uhr
Jaja, das zitat hang bei uns im geschichtszimmer- denk grad an die alten zeiten zurück...
schönes zitat
Ingrid Z 08.11.2008, 00:19 Uhr
>Gilles, der Pubertierende mir soviel Weisheit und
>Konrad, der Oldie....die >Pubertät ist eben allumfassend und zeitlos. - Mein Satz über die 'Eltern, die komisch werden...' stammt von meinem Enkel. Ich bin ja da gottseidank außen vor und NUR die Oma ;-)
Heidi 10.11.2008, 09:15 Uhr
WOHER haben diese Jugendlichen das nur???????
Ich meine, dass Eltern ihren Kindern nur durch Vorleben etwas geben
könn(t)en...
Je verständnisvoller man zu den Pubertierenden ist, desto schwerer macht man es ihnen.
Jede Generation MUSS ihren Aufstand proben.
Eltern müssen Grenzen setzen,
damit der Jugendliche immer eine Aufgabe hat, seine Grenzen auszutesten und zu erweitern. Er muss sich seinen Weg weg von den Eltern erarbeiten dürfen.
Eltern können Flughafen sein, wenn die Kinder flügge werden.
So können diese ab und zu (gern?) zum "Auftanken" kommen.
Ohne Humor geht übrigens gaaa nix......
narzissW 30.11.2008, 22:26 Uhr
es wundert mich, dass sokrates soetwas schon gesagt hat, der ja vor über 2400 jahren lebte.. etwas unglaubwürdig :-D aber vielleicht ist es wirklich so, dass sich seit jahrhunderten oder sogar -tausenden das grundsätzliche unter den menschen nicht geändert hat ... wie zum beispiel auch, dass sich die ältere generation imme rüber die jugend aufregen muss und sagt, früher sei alles besser gewesen ;-)
mfg von einer 14-jährigen :-D
H. Smidt 08.05.2009, 14:09 Uhr
@narzissW - weißt du was das Schöne ist? Du wirst irgendwann auch mal zu den Eltern gehören und höchstwahrscheinlich ähnliche Bemerkungen machen und dich über die Jugend brüskieren. Deine Kinder werden auch flügge werden wollen und werden die von dir gesetzten Grenzen überschreiten. Das ist der richtige Weg, ein eigenständiges und selbstverantwortliches Leben zu führen. Es gehört zum Loslöseprozess.
Es ist doch beruhigend zu wissen, daß das alles ganz normal ist und zum Erwachsen werden dazu gehört. Jedes Kind sucht und findet seinen eigenen Weg.
Neumann 08.05.2009, 14:28 Uhr
Vielleicht muss man das etwas vorsichtiger betrachten: Zu bestimmten Zeiten - meist sind es recht radikale Umbruchszeiten in Gesellschaften - führt sich die Jugend besonders aufmüpfig auf bzw. vielleicht besser: zu diesen Zeiten gewinnt die Aufmüpfigkeit der Jungen größere Wirkung als in "ruhigeren" Phasen. Sokrates lebte zur Zeit der Peloponnesischen Kriege, die Athen dauernd schwächten, und schließlich das Ende der Demokratie besiegelten. Ordnet sich ein Staat in seiner Struktur grundlegend um, dann haben die "Pubertierenden" weniger Autorität vor der Nase...so meine These.
TexHex23 12.06.2009, 13:37 Uhr
Ich erkenne nur eine einzige Autorität an, und das ist die Natur!
George 14.09.2009, 19:24 Uhr
Muss das nicht heißen "sie widersprich ihren Eltern"? Wer widerspricht ihren Eltern? "Die Jugend"
Ingrid Z 14.09.2009, 19:35 Uhr
@George, das stimmt. Auch das Restliche stimmt nicht mehr, wie legen und tyrannisieren, statt legt und tyrannisiert. - Sicher ein Übersetzungsfehler.
Ingrid Z 14.09.2009, 19:42 Uhr
Schau doch einmal unter
http://www.gierhardt.de/schulsprueche.html
da steht auch vieles grammatisch falsch.
Reinhard Knoppka 19.10.2009, 11:32 Uhr
Na und? Hat Sokrates doch bestimmt auch gemacht, als er jung war. Erstaunlich nur: wie frisch diese Feststellung ist - als sei sie heute beobachtet.
Nomad 29.10.2009, 11:57 Uhr
Hat vielleicht jemand eine Quelle zu dem Zitat?
In welchem Werk oder Schriften kann man das Zitat finden?
Ich möchte es in einer Magisterarbeit benutzen und Internetquellen sind da nicht gerne gesehen.
H. Smidt 29.10.2009, 12:38 Uhr
Sokrates selbst hat keine schriftlichen Werke hinterlassen. Seine Art des philosophierens (mündlicher Dialog) wurde aber von seinen Schülern wie Platon übernommen. Sokrates machte das Fragen und Forschen zur Grundlage jeder Überlegung. Er betrachtete sich als Philosoph (Freund der Weisheit) und nahm kein Geld für seine Lehrtätigkeit. Er förderte die jeweiligen Fähigkeiten und Tugenden der Bürger
Neumann 29.10.2009, 12:52 Uhr
@Nomad: Es gibt keinen Beweis, dass das von Sokrates ist...offenbar weiß auch keiner, von wem es überliefert wurde. Folgendes bei Zeit-online dazu:
Verlotterte Jugend
Schon Sokrates soll geklagt haben: „Die Jugend liebt heute den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt mehr vor älteren Leuten und diskutiert, wo sie arbeiten sollte. Die Jugend steht nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widerspricht den Eltern und tyrannisiert die Lehrer.“ Stimmt’s? Andreas Pfeil, Bremen
Es ist immer schwer zu beweisen, dass jemand etwas nicht gesagt hat. Bei Sokrates kommt erschwerend hinzu, dass wir seine Reden nur aus den Schriften späterer Autoren kennen, vor allem von Platon, aber auch von Aristophanes oder Plutarch.
Sokrates hat sich viel über das Verhältnis zwischen Alt und Jung ausgelassen, etwa in dem Dialog, der in Platons Staat wiedergegeben wird. Dort geißelt er die Verlotterung der Sitten, die sich durch ein Zuviel an Freiheit ergebe: „Der Lehrer fürchtet und hätschelt seine Schüler, die Schüler fahren den Lehrern über die Nase und so auch ihren Erziehern. Und überhaupt spielen die jungen Leute die Rolle der alten und wetteifern mit ihnen in Wort und Tat, während Männer mit grauen Köpfen sich in die Gesellschaft der jungen Burschen herbeilassen.“
Der Philosoph beklagt sich also über eine Auflösung der Rollenverteilung zwischen Alten und Jungen. Auch an anderen Stellen findet man negative Äußerungen des Sokrates über die Jugend. Das genannte Zitat allerdings findet sich zumindest bei Platon nirgends, wie drei ausgewiesene Experten von deutschen Universitäten bestätigen. Dass die „Jugend von heute“ immer schlimmer sei als die jeweilige Elterngeneration, wird gewiss seit Jahrhunderten beklagt – nur lässt sich das Sokrates-Zitat nicht als Beweis dafür nehmen. Christoph Drösser
Nomad 29.10.2009, 13:08 Uhr
Vielen Dank für die schnellen Antworten.
Ich werde es wohl schreiben das es Sokrates zugeschrieben wird und die Zeit als Quelle angeben.
K.Müller 05.12.2009, 19:41 Uhr
Würde ich nicht verwenden, zumindest nicht in Griechisch/Latein/Philosophie, weil die das ja selbst nachprüfen können.
Mit nachgesagt oder zugeschrieben ist das so ne Sache, unsere einzigen Quellen sind eben Platon eigentlich Xenophon statt Plutarch (der auch einige Jahrhunderte später lebte) und gerade noch Aristophanes. Entweder es steht in einem der Texte oder nicht. Wenn es nicht drinsteht, bedeutet das nicht zugeschrieben sondern von der frei erfunden.
Da Sokrates sich aber tatsächlich zur Genüge über die Jugend aufgeregt hat, würde ich eher nach einem nachgewiesenen Zitat schauen, die sollten wirklich ausreichend vorhanden sein!
Spike 19.05.2010, 07:18 Uhr
Also ich bin jetzt 23 und selbst ich rege mich schon über die Jugend auf das geht scho bei meinem 3 Jahre jüngeren Bruder los. Ist halt immer so gewesen, dass die jüngeren unter anderen Bedingungen aufwachsen und andere Möglichkeiten haben oder durch zum Beispiel Musik geprägt werden. So dass die älterem dann einfach nur noch den Kopf schütteln können.
Senftopf 28.01.2012, 20:01 Uhr
@George, Ingrid hat recht. Sicher ein Übersetzungsfehler: anstatt "Jugend..." müßte es eigentlich "die Jugendlichen von heute..." heißen.
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