„Wer "nicht in die Welt paßt", der ist immer nahe daran, sich selber zu finden. “
Hermann Hesse (Werk: Demian)
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ina 22.10.2009, 16:19 Uhr
Wie ich das kenne..........
Der wahre Wolfgang 22.10.2009, 16:56 Uhr
Wir pfeifen nicht nach ihrer Tanze!
Finna 24.10.2009, 00:16 Uhr
Wer wirklich nicht in die Welt passt ist in dieser Welt nahe daran zu verzweifeln.
Ingrid Z 24.10.2009, 00:22 Uhr
Man sollte das Werk kennen, um zu beurteilen und zu kommentieren.
Finna 24.10.2009, 00:28 Uhr
Ich kenne das Werk, das hatte mich dazu veranlasst, den Kommentar zu schreiben...
karl 02.12.2009, 00:38 Uhr
...der »Demian« von Hesse ist ohnehin sehr gut!
Dieses Zitat von Ihm ist eines der Oberklasse in Reife und Weisheit. Genial...finden kann sich ein »Einzelteil« nur, wenn es sich zwar im Gesamten integriert sieht, aber als absolut einmalig und individuell begreift! Nur wenn es wirklich seinen eigenen Weg geht und nicht der Masse nachläuft, kann es auch das finden, was nur allein in Ihm steckt.
Karl
ZEN 01.02.2010, 10:14 Uhr
@Finna
>> Wer wirklich nicht in die Welt passt ist in dieser Welt nahe daran zu verzweifeln.
...oder: sich selber zu finden.
ZEN
Jennchen 01.02.2010, 11:12 Uhr
Ich wäre auch eher für verzweifeln. :o Auch wenn ich das Werk nicht kenne, aber ich seh's an mir selbst. Ich passe nicht in diese Welt - zumindest die heutige Generation- weil ich mir noch was aus Bildung mache, und werde von fast allen Seiten komisch angeschaut, nur weil ich im Vergleich zu anderen in meinem Alter sehr viel Wissen habe. :D
Der wahre Wolfgang 01.02.2010, 16:00 Uhr
@ZEN, warum dich finden? Hast du dich etwa verloren? Sollen wir beim Suchen helfen? Wer gibt hier sachdienliche Hinweise?
Yukimi 11.03.2010, 22:02 Uhr
Vlt. verzeifelt man ja, wenn man sich selbst findet.( Vlt gibt es da auch nichts genaues zu finden.)
Das Motto in unsere Gesellschaft ist aber doch: "Was nicht passt, wird passend gemacht" – auch wenn das Überstehende
unbeachtet gekürzt wird, und das zu gering geratene Wesen, beim durchrutschen der Form, einen nur kümmerlichen Halt findet..
Finna 19.06.2010, 22:22 Uhr
Und wenn wir uns dann alle gefunden haben, passt keiner mehr in die Welt? Ist das das absolute Chaos? Klingt nach Apokalypse.
weiss 20.06.2010, 01:28 Uhr
Für mich bedeutet es auch ein Mensch zu sein, der Verständnis und Mitgefühl hat, wenn man sich selbst gefunden hat. Andererseits, ist alles im Wandel, so auch wir. Wer findet wird weitersuchen können.
Wären alle auch nur ein wenig fündig und hätten eine Grundvernunft, sähe es aus meinem Blickwinkel wie Nirvana aus, weniger wie Apokalypse.
Clara Hönel 11.12.2011, 18:08 Uhr
Was heißt denn sich selbst finden? Kann man dafür eine Definition geben? Würde mich wahnsinnig interessieren.
Der wahre Wolfgang 11.12.2011, 22:11 Uhr
Der wahre Wolfgang 01.02.2010, 16:00 Uhr
@ZEN, warum dich finden? Hast du dich etwa verloren? Sollen wir beim Suchen helfen? Wer gibt hier sachdienliche Hinweise?
Bei Hermann Hesse hat das "Sich-selber-finden" etwas mit Selbstbestimmung zu tun.
Das angepasste "in- der-Welt-sein" stünde demnach für Fremdbestimmung. Die Deterministen halten diese Art der von Hesse idealisierten inneren Freiheit für eine Illusion. Wir glauben allenfalls frei und unabhängig zu handeln. Für den Deterministen läuft alles nach Plan. Alles hängt mit Allem zusammen. Ähnlich dem Wellenschlag des Wassers. Was wir da sehen,ist nichts Zufälliges oder chaotisch Ungeordnetes. Uns fehlt nur der Blick für diese vorhandene innere Ordnung. Diese folgt allein physikalischen Gesetzen.
Jedes Molekül, ja, jedes Atom bewegt sich, "so und nicht anders", in einem Kontext von interdependenten Funktionszusammenhängen .
Aber, ist nicht auch das Glaubenssache?
weiss 11.12.2011, 23:59 Uhr
@ZEN, warum dich finden? Hast du dich etwa verloren? Sollen wir beim Suchen helfen?
Obwohl ich nicht ZEN bin, möchte ich trotzdem auf deine Fragen antworten :)
Die Idee, dass man sich verliert, ist natürlich seltsam. Das hast du ja andeuten wollen, schätz ich. Wir können nichtmal vergessen wie wir heißen. Wie viel leichter müsste es sein einfach zu fühlen, dass man existiert. Dieses Gefühl ist so tief in uns drin, dass wir es nicht vergessen können. Es ist das Bewusstsein, das alles andere beobachtet und somit das einzige das immer da ist. Alle Konzepte und Charaktereigenschaften können beobachtet werden, wie sie kommen und gehen. Demnach sind wir nichtsanderes, als das Bewusstsein - nicht wahr Wolfgang ? Ein weiter Weg bis dahin ist es nicht!
AlfRed 12.12.2011, 11:05 Uhr
Auf der Suche nach sich selbst sind viele - der eine auf dem Jakobsweg, die andere in ihren Handtaschen. Und die wenigen, die sich auf unserem Planeten selbst fanden, liefen ([nicht nur] vor sich selbst) davon. Und deswegen kennt und trifft "man" keinen von jenen Findern. ;-I
Der wahre Wolfgang 12.12.2011, 20:35 Uhr
@weiss, deine Frage tippt Grundfragen der Philosophie des Geistes an. Es sind auch die Fragen, die das Leib-Seele-Problem ausmachen. Philosophen haben die unterschiedlichsten Auffassungen zur Beziehung zwischen Mentalem und Physischem formuliert.
Mit deinem ausschließlich auf eine mentale Ebene reduzierten Seins-Postulat ("der Mensch ist Bewusstsein" -basta)verkürzt du wirklich einen Weg. Genau genommen hast du dich nicht einmal auf den Weg gemacht. Bitte, @weiss, ein Dogma ist keine Erkenntnis.
Der wahre Wolfgang 12.12.2011, 20:45 Uhr
Unter einem Dogma versteht man eine fest stehende Definition oder eine grundlegende Meinung, deren Wahrheitsanspruch als unumstößlich gilt. Diese Art der Unabänderlichkeit kennen wir ja hinreichend aus der Theologie.
weiss 13.12.2011, 01:29 Uhr
Woran erkennst du denn den Unterschied zwischen einem Dogma und einer Erkenntnis ? Ich kann dir verraten, dass du die Erkenntnis nicht mit deinem Verstand erreichst. Demnach kann ich dir doch auch keine Erkenntnis geben!
Philosophen und überhaupt, Leute die diskutieren kommen nicht auf die Wahrheit. Erst wenn der Dialog zuende ist, kann man sehen. Selbst der Verstand redet ständig mit dir. Schonmal versucht, nicht zu antworten ?
Hört sich sehr schizophren an, nicht wahr ? :)
Wenn die Stille kommt, schwindet der Lärm von allein. Da kannst du noch so lange versuchen auf den Lärm einzureden, es wird nicht stiller.
Der wahre Wolfgang 13.12.2011, 19:53 Uhr
@weiss, ich möchte hier nicht mit nachlesbaren Definitionen langweilen. Nur so viel zur Abgrenzumng von Dogmen: Zur Erkenntnis gehören Prozesse und Ergebnissse, die vor dem Hintergrund von Einsicht und Erfahrung zu Kenntnis- und Wissensgewinn führen.Der Wahrheitsgehalt muss nicht zwangsläufig allgemeingültig bzw. intersubjektivierbar sein. Im Übrigen: Eine Wahrheit oder Erkenntnis, die nicht selbstreflektorisch gedacht werden kann, gibt es nicht. Eine mental-emotionale Befindlichkeit, zu der ich nicht im Selbstbezug stehe, ist nicht erlebbar. Wahrnehmen setzt Bewussheit und Verstand/Denken/Versprachlichen etc. voraus. Ja, @weiss, dann verrate mir mal deine "Geheimnisse", die sich augenscheinlich um die verstandeslosen Erkenntnisse ranken.
Der wahre Wolfgang 13.12.2011, 20:19 Uhr
In Platons Höhlengleichnis sind die Dinge, die der Mensch real wahrnimmt -Platons Ideenlehre zufolge- nur Schatten und Abbildungen des "wahrhaft Seienden". Platon geht es darum, die Denkkraft nicht auf das sinnlich Wahrnehmbare, der uns umgebenden Welt zu richten, sondern auf das, was "hinter der Welt steht", beziehungsweise auf den ideellen Ursprung dieser Welt.
Die sinnliche Wahrnehmung ist eine subjektive und damit eine trügerische "Weltsicht".
Löst Platon, indem er "hinter die Welt" schauen lassen möchte, die subjektive Wahrheit zugunsten einer objektiver Wahrheit auf? Ja, und wie geht das eigentlich,"hinter die Welt zu schauen" und was genau seh` ich dann? Ich denke mir die Welt zurecht. Oder ist es nicht einmal recht, sich die Welt zu denken? Auch wenn er nicht an das Ziel einer allgemeingültigen Erkenntnis /Wahrheit kommt, ohne Denken gibt es auch bei Platon keinen "Blick hinter die Kulissen".
Der wahre Wolfgang 13.12.2011, 20:27 Uhr
"Wir sind, was wir denken. Alles, was wir sind, entsteht aus unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken formen wir die Welt.“ Siddhartha Gautama
...und der Buddhismus vebietet das Denken explizit jedenfalls auch nicht.
weiss 13.12.2011, 20:47 Uhr
Eine Wahrheit oder Erkenntnis, die nicht selbstreflektorisch gedacht werden kann, gibt es nicht.
Schonmal versucht einem Blinden zu erklären was Licht ist ? Er mag es vielleicht rational verstehen und sogar eine ziemlich genaue Vorstellung davon haben. Aber was ihm fehlt, ist die Erfahrung, welche einfach nicht übertragbar ist.
Wahrnehmen setzt Bewussheit und [...]
das reicht doch :) Die arme Blume muss doch nicht analysiert werden. Nicht ausgerupft und zerstückelt, damit man sie bis ins Kleinste versteht. Es reicht doch, bei ihr zu sein und ihre Schönheit zu erfahren. Dabei muss nichtmal, 'oh wie schön' gedacht werden.
Der liebe Platon hat durchs Denken nicht viel erreicht. Er versucht die Welt besser zu sehen, indem er über den ideellen Ursprung hinter den Dingen nachdenkt. Meinst du nicht, dass er dabei eher vergisst sich die Blume einfach nur anzuschauen ? Er baut sich nur noch mehr Schatten auf und mehr Modelle und Theorien, anstatt sich einfach die Blume anzugucken. Wirklich wahrnehmen können wir gerade nur, wenn nicht gedacht wird !
Jeder Mensch, wird von klein auf konditioniert und mit Theorien und Konzepten vollgestopft, bis er die Welt nur noch durch einen Filter wahrnimmt. Das Hirn ist wie ein Sieb der Realität. Alles 'unwesendliche' wird einfach nicht mehr beachtet. Aller: Ich sehe, was ich kenne! Die Menschen träumen in ihren Gedanken und laufen einen Weg entlang, ohne wirklich wahrzunehmen, was um sie herum passiert. Ein 'erwachter' Mensch, ist nichts weiter als jemand, der nicht durchs Leben träumt! Vergiss deinen Platon und wer da noch alles ist. Du kannst doch selbst mal gucken. So wenig Selbstvertrauen ?
Schaffen wir es, wie ein Kleinkind, die Welt mit reinen Augen und ganz frisch und unbefangen, immer wieder neu aufzunehmen. Dann sind wir reine Betrachter.
Nimm den Analyseapparat doch nicht immer so ernst.
AlfRed 13.12.2011, 21:27 Uhr
Ist es "denkbar", daß die Imagination ([als] "Eintrittskarte") das Bindeglied zwischen Denken und Materialisation, bzw. (im positivem Falle [also weg von der Materie, hin zum geistig-seelischen "Bereich"]) Denken und jenem (bereits vom Denken "abgekoppelten") Hinter-dem-Vorhang-SEIN-Erleben, das ja auch eine kurze Phase sein kann, ist(?). (Es also darum geht, sich die Situation [eventuell aufbauend auf einem bestimmten intensiven Wunsch] hinter dem Vorhang/Nebel konkret vorzustellen / überhaupt konkret vorstellen zu wollen.) Sodurch wäre der Widerspruch "Mit Denken nicht erfaßbar" und "Denken doch gestattet" / "Mit Denken teilweise erfaßbar" gemildert bis quasi aufgelöst.
Der wahre Wolfgang 13.12.2011, 22:49 Uhr
@weiss: "Vergiss deinen Platon und wer da noch alles ist. Du kannst doch selbst mal gucken. So wenig Selbstvertrauen ?"
@weiss, mir gehört nichts und niemand. Und ich sage ganz selbstbewusst (ich weiß also um mich): Ich bin allein gekommen, ich werde auch allein gehen. Was meine Sehfähigkeit betrifft: Man sagt mir die Âugen eines Luchses nach.
@weiss, du schaust die Blume an. Und dann...?
Mit der Versprachlichung deiner Befindlichkeit fängt das Denken an. Die Befindlichkeit selber verbleibt -und hier wiederhole ich mich- ohne jeden Erkenntnisgewinn.
Der wahre Wolfgang 13.12.2011, 23:06 Uhr
@weiss: "Wirklich wahrnehmen können wir gerade nur, wenn nicht gedacht wird !"
Eine andere, denkende, Wahrnehmung wäre eine unwirkliche?
@weiss, nehme ich Schmerzen gerade dann wahr, wenn ich nicht an sie denke?
Steckt nicht gerade auch in dem lapidaren Satz: "Denk einfach nicht mehr daran", der Rat und die Aufforderung, das möglicherweise belastend Wahrnehmbare auszublenden?
Denken-Wahrnehmen-Erkennen - ist das nicht eine Trias, auf die man sich verständigen könnte?
David 07.01.2012, 16:43 Uhr
Perfekt
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10.02.2012, 11:39 Uhr
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