Schlagworte: Paranoia, paranoid
„Nur weil du paranoid bist, heißt das nicht, dass sie nicht hinter dir her sind.“
Terry Pratchett (Werk: Strata)
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Anarchisterix 02.11.2008, 18:50 Uhr
Ich hab's doch immer gewusst!
Ingrid Z 02.11.2008, 23:47 Uhr
Genau! Weil ich paranoid bin, sind sie hinter mir her :-O
Jetzt weiß ich es auch!
Anarchisterix 10.11.2008, 16:04 Uhr
Die Paranoia ist hinter mir her, aber Ich bin ihr immer einen Schritt voraus.
Wolfgang 10.11.2008, 19:27 Uhr
Das Zitat hat etwas Absurdes: Der Paranoide glaubt, man sei hinter ihm her.Schließlich ist er ja ein Mensch mit Wahnvorstellungen. Das wäre auch korrektes paranoides Verhalten -ohne Fehl und Tadel. Objektiv wird das in der Regel nicht so sein, könnte aber so sein. Das heißt, man wäre dann wohl hinter ihm her, egal ob er paranoid oder gesund ist. In diesem Zitat wird aber der Paranoide ganz persönlich angesprochen ("nur weil du paranoid bist"), nämlich in einer Weise, wie man auch einen Gesunden anspricht. Der "Paranoide" ist demnach Herr seines Tuns und nicht mehr Opfer seiner Wahnvorstellungen. Aus der Sicht des Kranken ist der Wahn die Realität und die im Zitat intendierte Reflexionsebene nicht "wahngerecht" und damit eher ironisch-humorvoll gemeint. Aber, wem sag` ich das. @Anarchisterix, ich bin wirklich nicht hinter dir her -auch wenn sich schon Mal die Wege kreuzen.
Anarchisterix 15.11.2008, 14:56 Uhr
> Aber Wolfgang, du bist doch nicht die Paranoia in Person, oder?
Wolfgang 15.11.2008, 16:05 Uhr
Oh Gott! @Anarchisterix ,nein, keine Wahnvorstellung in Person: Schlimmer noch: ich bin`s leibhaftig und des hehren Antagonistendaseins müde. Nur Synergisten ziehen die Karre gemeinsam in der Dreck.
Anarchisterix 22.11.2008, 17:33 Uhr
> Nein, keine Wahnvorstellung in Person. Aber eine multiple Persönlichkeit.
Wolfgang 22.11.2008, 19:19 Uhr
Das hat aber gedauert. Nun ist es raus!
H. Smidt 23.11.2008, 08:21 Uhr
So, so Wolle ist also eine multiple Persönlichkeit. Wunderbar! Mir ist Wolfgang den Vielseitige lieber als Wolfgang de Einsitige! :-)
H. Smidt 23.11.2008, 17:53 Uhr
Hilfe, ich bin in den Fängen des Druckfehlerteufels! ;-o
... der Vielseitige....
... der Einseitige.....
Wolfgang 23.11.2008, 21:46 Uhr
HIER WIRD ZENSIERT!Folgender Kommentar wurde an anderer Stelle von der Administration zensiert und nicht versendet: In Kurzfassung:
Den Antisemitismus als Haltung in barbarisches Handeln zu überführen, war ein spezifisch deutsches "Aniegen". Der Antisemitismus und seine (nicht nur euröpäischen) Wurzeln bildeten gerade mit den spezifischen Bedingungen des Dritten Reiches (gesellschaftliche, politische, wirtschaftliche, religiös-weltanschauliche, psycho-soziale etc.)eine zutiefst inhumane Allianz, die auf Diktatur und Meinungsunfreiheit gründeten.
"Gelebte" Demokratie, dem Credo der Aufklärung folgend, hätte Auschwitz verhindert und nicht nur Auschwitz.
Anarchisterix 29.11.2008, 20:39 Uhr
> Antisemitismus ist Barbarei. Nicht Demokratie, denn die Mehrheit im "Dritten Reich" war antisemitisch, sondern Humanität hätte Auschwitz verhindern können. Aber Humanität schließt eine antisemitische "Haltung" aus. Menschenfeindliche Taten beginnen damit, dass man menschenfeindliche Gesinnung duldet.
Wolfgang 30.11.2008, 18:18 Uhr
Die Weimarer Verfassung galt zwar nach 1933 formal aber materiell war sie weitgehend außer Kraft gesetzt.Die Zeit des Dritten Reiches als totalitäre Diktatur zu sehen, ist historischer Konsens. Die Volkssouveränität basiert auf Gemeinwillen.Die Geschichte der Demokratie ist eng auch mit dem Begriff der Menschenrechte(Recht auf Leben, Recht auf körperliche Unversehrtheit, Recht auf persönliche Freiheit etc.) verknüpft. Eine bestimmte Meinung (hier die antisemitische )hat mit der Staatsform "Demokratie" zunächst nichts zu tun. Erst wenn die "Volksmeinung" zu einem Faktor konkreten, politischen Handelns und damit Ausdruck umgesetzter politischer Willensbildung, bis hin zur verfassungsmäßigen Verankerung ist, dann kann von Demokratie im staatstragendem Sinne die Rede sein. Die Weimarer Verfassung war nicht antisemitisch angelegt.Im Gegenteil: Rechtsprinzipien wie, "Rechtsgleichheit vor dem Gesetz", "Religionsfreiheit", "Meinungsfreiheit" oder die "Unverletzlichkeit der Wohnung" sind Elemente auch unserer heute gültigen Verfassung.
Zur totalitären Diktatur gehörte die moralische und physische Vernichtung derer, die sich dem totaltärem Herrschaftsanspruch tätsächlich oder möglicherweise widersetzten. Der demokratische Rechtsstaat ist das politische Gegenmodell.
Das Wesentliche der totalitären Herrschaft liegt nicht nur darin, bestimmte Freiheiten zu beschneiden oder zu beseitigen, sondern einzig darin, dass sie die Menschen -so wie sie sind- mit einer solchen Gewalt in ein eisernes Netz des Terrors zwingt, dass der Raum des Handelns und damit auch die Freiheit schwindet.
Die historische Einzigartigkeit der nationalsozialistischen Verbrechen, muss nicht bedeuten, dass totalitäre politische Praktiken und Strukturen deshalb nicht verglichen werden können, weil sie den antisemitischen Kern von Auschwitz vielleicht relativieren würden. Ein Vergleich von Systemen und ihrer Verbrechen stellt eben keine Gleichsetzung dar. Unabhängig vom Ausmaß der Verschuldung totalitärer Herrschaftssysteme sollte der Erkenntnisgewinn im Vordergrund stehen.
Wir können und dürfen das auch unabhägig jedweder persönlicher Befangenheiten oder Verstrickungen tun.
Anarchisterix 30.11.2008, 18:38 Uhr
> "Wir können und dürfen das [Systemvergleichen] auch unabhägig jedweder persönlicher Befangenheiten oder Verstrickungen tun." - Wenn Antisemiten die deutschen Vernichtungslager mit irgendwelchen anderen "Konzentrationslagern" vergleichen: wo ist da der Erkenntnisgewinn?
Wolfgang 30.11.2008, 18:46 Uhr
...dann wollen sie relativieren.Ist doch eine Erkenntnis. Oder?
Anarchisterix 30.11.2008, 18:47 Uhr
> Oder nix neues.
Wolfgang 30.11.2008, 23:41 Uhr
Das leitende Interesse von Revisionisten ist kein unvoreingenommenes.Sie versuchen den Nationalsozialismus an sich zu rehabilitiern, indem sie historisch überprüfbare Tatsachen ignorieren bzw. leugnen (Holucaustleugnung, "Jüdische Kriegserklärung" etc.). Diese historischen Manipulationsverssuche zu enttarnen, ist eine gesamtgesellschaftliche Pflicht vor allem gegenüber jungen Menschen. Historisch denkende Menschen,die sich mit der Thematik "Totalitäre Systeme" im oben genannten Sinne auseinandersetzen,sind keine Antisemiten.Der "Vergleich" als historische Arbeitsweise und Methode zielt auf verifizierbaren Erkenntnisgewinn.
Wolfgang 30.11.2008, 23:42 Uhr
rehabilitieren
Neumann 22.09.2009, 16:09 Uhr
Haha...Wolfgangs (noch nicht als Wahrer identifiziert) "Holucaustleugnung" als probates Mittel, die Zensur hier zu umgehen...sie verfolgt einen unerbittlich, ganz gleich ob paranoid oder nicht.
Albert Zweistern 22.09.2009, 18:13 Uhr
Heute entdecke ich vor allem krankhaft Normale....
Der wahre Wolfgang 22.09.2009, 18:45 Uhr
@Neumann, welche Gedanken schreibst du mir zu und welche hättest du denn gern zensiert?
Knut Hacker 22.09.2009, 19:00 Uhr
Albert Zweistern hat recht.Schon Siegmund Freud hat konstatiert,dass die Normalität die schlimmste Psychose ist. Und Thomas Mann hat den Ausdruck geprägt: "pathologisch normal".
Neumann 22.09.2009, 19:51 Uhr
@Wahrer Wolfgang...Deine oben beklagte ZENSUR, die hier betrieben wurde, hast Du im Kommentar weiter unten, in welchem Du (damals noch unfreiwillig?) das Wort "Holucaustleugnung" falsch geschrieben hast, geschickt umgangen...; ich glaube, wir haben hier erst sehr viel später (mit Knut Hacker) herausbekommen, dass das besagte Wort "Holllocaust" zensiert wird hier...jedenfalls, wenn man es richtig schreibt.
@Knut Hacker: Sigmund Freud ohne "ie"!
Der wahre Wolfgang 22.09.2009, 20:01 Uhr
"Holocaust" geht wohl doch wieder. Digitale Demenz -gottlob!
a. 20.07.2010, 15:20 Uhr
dieses zitat ist nicht von pratchet sondern viel älter als der oben genannte roman. es wurde in den siebzigern in einem von robert anton wilsons büchern gedruckt... ob es von wilson ist kann ich nicht sagen...
EMOTRO 24.07.2010, 16:42 Uhr
Sie könnten wirklich hinter dir her sein. Ob du paranoid bist oder nicht.
Senftopf 12.01.2012, 13:51 Uhr
@Neumann 22,9,09 Wir lassen uns nicht ein "X", pardon, ein "U" für ein "O" vormachen... Hol- O - caust...bitte!
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