Schlagworte: Friedhof, Inschriften, Schurken
„Wenn man die Inschriften auf den Friedhöfen liest, fragt man sich unwillkürlich, wo denn eigentlich die Schurken begraben liegen.“
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alex 23.10.2006, 11:21 Uhr
stark
anteus@gmx.de 07.12.2006, 14:56 Uhr
sehr zutreffend
und so ist es seit menschen gedenken
Ingrid Z 25.10.2007, 17:33 Uhr
Einem Toten wird ja kaum etwas Schlechtes nachgesagt und in Worten von Eugen Roth zu sprechen: So mancher Mitmensch wird froh darüber sein, den Unmenschen endlich unter der Erde zu wissen, aber das wird natürlich nicht öffentlich kund getan.
Ingrid Z 26.04.2008, 12:47 Uhr
Man könnte auch sagen: Wenn man die Todesanzeigen in den Zeitungen liest, fragt man sich...ob alle so ehrenhaft waren. Diese könnte ja beginnen mit Endlich..., Gottseidank..., Wurde auch langsam Zeit..., Glücklicherweise...
Fara 26.04.2008, 16:14 Uhr
Aber wirklich fair wäre das nicht. Immerhin haben diese Menschen auch keine Chance mehr, sich zu verteidigen. Und die Leute, die ihnen nahe standen (auch wenn der Mensch nun kein Heiliger gewesen ist) möchten sich doch an die guten Seiten der Person erinnern. Besser ist es doch, man klärt zu Lebzeiten ab, was einem an anderen nicht gefällt.
Ingrid Z 28.04.2008, 12:52 Uhr
@ Fara: Natürlich hast Du vollkommen recht. Es war ja auch nur augenzwinkernd gemeint ;-D
Habe aber schon Fälle miterlebt, bei denen Angehörige zuvor über den Sterbenden kein gutes Haar gelassen hatten. Als er dann gestorben war, waren es genau diejenigen, die unter heftigem Schluchzen nur Gutes über ihn zu berichten wussten :-o
Neumann 06.06.2009, 23:59 Uhr
Die Schurken sind die mit den Inschriften. Die mit den Zahlenangaben sind bescheidener.
Ingrid Z 07.06.2009, 12:44 Uhr
Hallo >Neumann, bist du dir da sicher? Vielleicht ist es auch umgekehrt?!
Der wahre Wolfgang 07.06.2009, 13:45 Uhr
Armin Hary`s Grabsteininschrift könnte lauten: "Er war immer der Schnellste. Nur der Tod konnte ihn überholen." Armin Hary war 1960, in Rom, Sprint- Olympiasieger über 100 m. Als kirchlicher Mitarbeiter hatte er Mal wegen "Veruntreuung" (ging Mal wieder um "Milliönchen") eine Haftstrafe -soweit ich weiß, auf Bewährung- erhalten. Meine Frage: Wann fängt der Schurke an, ein Schurke zu sein?
Ingrid Z 08.02.2010, 18:38 Uhr
Mit dem Begriff Schurke bezeichnet man in im Allgemeinen eine gemeine oder böse Person oder einen Verbrecher. Der Begriff wird gelegentlich verharmlosend oder ironisch gebraucht.
Es existieren zahlreiche ähnlich gelagerte Begriffe, darunter: Gauner, Halunke, Schuft, Strolch, Übeltäter, Bösewicht oder Spitzbube.
Ingrid Z 08.02.2010, 18:56 Uhr
Peter Sellers meinte sicher sowas in der Art:
Hier ruht der Apotheker Trapp
Gewogen hat er immer knapp.
Geld nahm er doch stets zu viel.
Jetzt ist er hier am Ziel.
Neumann 08.02.2010, 19:14 Uhr
Es ist auch auffallend, dass die Inschriften meistens aus der Perspektive der Überlebenden formuliert sind: "Hier ruht..." "Wir werden Dich nie vergessen..." etc...und nicht der Tote selbst aus seiner Sicht den Spruch anbringt "Zwar bin ich tot, aber wartet nur" "Ich komme wieder" oder "Wer zuletzt lacht" "Ich bin auferstanden"...das wäre interessanter.
Ingrid Z 08.02.2010, 19:17 Uhr
@Neumann, das soll es auch geben, gegeben haben lt. meiner Google-Forschung. Sehe gerade mal nach, um was Passendes zu finden.
Ingrid Z 08.02.2010, 19:21 Uhr
Ein Beispiel: Hier liegen meine Gebeine, ich wollte es wären Deine.
Neumann 08.02.2010, 19:24 Uhr
Haha...sehr schön.
Ingrid Z 08.02.2010, 19:28 Uhr
Gib in Google 'lustige Grabinschriften' ein. Da gibt es noch bessere Inschriften, als die dieses Bösewichtes:
Hier liegt Martin Krug, der Kinder, Weib und Orgel schlug.
Neumann 08.02.2010, 19:32 Uhr
"Hier liegt die ehrsame Jungfrau Nothburg Nindl gestorben ist sie im siebzehnten Jahr just als sie zu gebrauchen war"
Ingrid Z 08.02.2010, 19:35 Uhr
@Neumann, da sind doch wirklich köstliche dabei ;-D
Ingrid Z 08.02.2010, 19:41 Uhr
Grabinschrift eines Herrn Seltsam:
Hier liegt ein ehrlich Advokat und das ist Seltsam. ODER etwas makaber:
Als Jungfrau geboren,
als Jungfrau gelebt,
als Jungfrau gestorben.
Kurz gesagt: Ungeöffnet zurück!
Neumann 08.02.2010, 19:47 Uhr
Die einprägsamste Grabinschrift, die ich bisher sah, ist die von Herbert Marcuse: "Weitermachen"..steht da nur.
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