Schlagworte: Zeit, Menschen, Lage, Kultur
„Wir leben in einer Zeit, in der die Menschen nicht mehr in der Lage sind, zu definieren, was Kultur ist.“
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Windsandale 17.12.2009, 00:40 Uhr
Kultur ist, wenn man trotzdem lacht.
Ronald Schubert 17.12.2009, 05:37 Uhr
Zu der Zeit gab es mehr Kultur als jetzt
Reinhard Knoppka 17.12.2009, 09:09 Uhr
Haben wir nicht schon immer in solchen Zeiten gelebt? Man darf halt von einem DSDS-Fan nicht verlangen, daß er sich in einem Symanowski-Konzert wohlfühlt.
Aber wie Ronald schon schrieb: selten gab es eine kulturförderndere Zeit als heute.
renette 17.12.2009, 10:11 Uhr
@ronald schubert: genau den gedanken hatte ich auch. gern würde ich mit max frisch tauschen. die zeit, in der er lebte, zumindest ab den 50ern bis in die 70er und 80er waren sehr bewegte und interessante jahrzehnte. danach, etwa ab beginn der 90er, fängt für mich eine zeit des kulturverfalls an. etwa so, wie ein kranker organismus, welcher beginnt, sich selbst anzugreifen, eine art autoimmunkrankheit der kultur "des abendlandes". es kann gut sein, daß die krankheit bereits früher im körper dieses organismus gesessen hat (vielleicht in etwa so wie hiv-positiv sein ja noch noch den ausbruch der krankheit aids bedeutet). aber krank wirkt der organismus dieser kultur seit etwa beginn der 90er jahre.
Felix 17.12.2009, 10:50 Uhr
@renette
was verstehst du unter Kultur?
Mir scheint es so, dass für die Alten immer das Alte besser war als das Neue ist, weil sie mit einer Veränderung nicht zurecht kommen.
Felix 17.12.2009, 10:59 Uhr
Was bin ich? Am laufenden Band, Kalter Krieg, Mauerbau, RAF, gehörten zu der bewegten interessanten Zeit. Gehört das mit zu einer Kultur? Vermisst du, @renette diese Kultur?
yaya 17.12.2009, 11:39 Uhr
Ich begrüße diese Aussage auch teilweise. Aber manchmal machen wir auch einen logischen Fehler: the good old days. Die Welt verändert sich schneller als unseres Verständnis. Dann haben wir ein Gefühl, dass wir uns in der modernen Gesellschaft verloren haben. Das Problem liegt nicht an die Realität, sonder an uns selbst. Wir sind zu nah an der Realität.
H. Smidt 17.12.2009, 11:54 Uhr
Ich habe leider nicht herausfinden können wann und in welchem Zusammenhang M.F. das gesagt hat.
Im weitesten Sinne ist alles Kultur, was der Mensch selbst gestaltend hervorbringt.
Die Bandbreite seiner Bedeutung ist dem entsprechend groß.
ZEN 17.12.2009, 16:15 Uhr
Kultur
ist überflüssig.
ZEN
H. Smidt 17.12.2009, 17:22 Uhr
oder vielleicht eher so:
Zen
ist überflüssig
Kultur
Ingrid Z 17.12.2009, 21:55 Uhr
Also, wenn man sich kultiviert benehmen soll, muss es doch auch eine Kultur geben. Und ich erwarte schon von meinen Mitmenschen, dass sie sich mir gegenüber kultiviert benehmen. Es sei denn, ich weiß vorher, dass sie unkultiviert sind...
H. Smidt 17.12.2009, 22:08 Uhr
@Ingrid . Das Gegenteil von Kultur ist die vom Menschen nicht geschaffene und nicht veränderte Natur. that's all.
Kulturleistungen sind alle formenden Umgestaltungen eines gegebenen Materials, wie in der Technik, der Bildenden Kunst, aber auch geistiger Gebilde wie etwa im Recht, in der Moral, der Religion, der Wirtschaft und der Wissenschaft.
Es drückt sich in ihm das jeweils lebendige Selbstverständnis und der Zeitgeist einer Epoche aus.
Ingrid Z 17.12.2009, 22:18 Uhr
Danke, Tante Google!
ZEN 20.12.2009, 15:48 Uhr
Ob die
Bibliothek von Alexandria
nun abgefackelt ist oder nicht - was macht den Unterschied?
Was fehlt?
Woran mangelt es?
War das Feuer vielleicht ein Segen?
ZEN
Neumann 20.12.2009, 17:35 Uhr
Soso, @ZEN...auch der Umgang mit dem Feuer ist ja eine alte Kulturleistung...seit Prometheus...und dafür ist er an den Kaukasus gekettet worden... Aber gestalten nicht auch Tiere ihre Umwelt? Stecken Reviere ab, buddeln sich Wohnstätten in der Erde...machen Arbeitsteilung?...ans Definieren des Kulturbegriffs denken sie wahrscheinlich nicht dabei...der ist schon immer reichlich ungriffig gewesen auch...
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