Schlagworte: Glaube, Irrglaube, Religion
„Zu glauben ist schwer. Nichts zu glauben ist unmöglich.“
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Reinhard Knoppka 07.10.2009, 09:08 Uhr
Ein tiefsinniges Paradox. Denn selbst die, die meinen, nicht zu glauben, meinen daß bloß - sie glauben nur, daß sie nicht glauben, und das manchmal so fanatisch, wie die von ihnen belächelten Gläubigen.
Chiara 07.10.2009, 13:48 Uhr
Danke Viktor Hugo. Genau so wie Reinhard Knoppka sehe ich das auch. |schmunzelina|
J.o.h.n 07.10.2009, 23:26 Uhr
Ich glaube auch, das man an irgendwas glauben muß. Denn ohne Glauben glaubt man an nichts :)
H. Smidt 01.07.2011, 12:07 Uhr
Laut Wikipedia: 'Unter Glauben versteht man zumeist eine Wahrscheinlichkeitsvermutung. Glauben in diesem Sinne bedeutet, dass ein Sachverhalt hypothetisch für wahr gehalten wird.'
Nun, so glaube ich, daß 3 Pfund Rindfleisch eine gute Suppe geben.
Ingrid Z 01.07.2011, 23:23 Uhr
Man könnte auch so sagen:
Zu denken ist schwer. Nichts zu denken ist unmöglich.
r.k. 07.11.2011, 09:55 Uhr
@ ingrid z : und so wie der denkprozess zur natur eines jeden menschen gehört ist auch der glaube, und das fragen nachdem woher und wohin zutiefst menschlich und in seinem wesen enthalten. denn diejenigen die überzeugte atheisten sind, haben mit sicherheit irgendwann einmal versucht zu glauben, vielleicht vergebens.. aus dieser erfahrung des scheiterns erwuchs der unglaube.
Tuppes 30.12.2011, 23:33 Uhr
Glauben heisst "Nicht wissen". Da wir alle nichts wissen, müssen wir glauben.
Platon 30.12.2011, 23:42 Uhr
Der Verstand glaubt zu Wissen, aber die Seele weiß zu glauben.
Rose 31.12.2011, 06:17 Uhr
@Platon: "Der Verstand glaubt zu Wissen, aber die Seele weiß zu glauben."
Danke für so etwas Schönes noch im alten Jahr! :-)
Chiara 31.12.2011, 12:51 Uhr
'Platon'
Der Verstand glaubt zu Wissen, aber die Seele weiß zu glauben.
Ergänzend: Möglicherweise sind alle Informationen, respektive das gesam(mel)te Wissen, in der 'Seele' - dem Ding - enthalten.
Platon 31.12.2011, 13:42 Uhr
@Rose, ebenfalls danke! :))
@Chiara, Der echte Platon würde dem zustimmen => Alles -Lernen- ist ein sich "wieder erinnern"(ungefähr).
Ein frohes,glückliches neues Jahr!
Neumann 31.12.2011, 15:05 Uhr
Ein verständiger Verstand versucht zu verstehen. Dass er bei manchen Dingen im Dunkeln tappt oder Hypothesen/ Grundannahmen nötig hat, ist ihm im besten Fall bewusst.(Verstand kommt schließlich von Verstehen und nicht von Wissen oder Glauben.) Macht mal den Verstand hier nicht so nieder.
Und: "Wer das Wort dionysisch begreift, hat keine Widerlegung Platons nötig...er riecht die Verwesung", so sagt es Nietzsche. Das Deuten des Lebens ist Notwendigkeit des konstruierenden Scheins, auch des perspektivischen Wandels...das "Ding an sich" ist hingegen ein Märchen des Glaubens.
Der wahre WoIfgang 31.12.2011, 16:06 Uhr
"Wer das Wort „Dionysisch“ nicht nur begreift, sondern sich in dem Wort „ dionysisch“ begreift, hat keine Widerlegung Platons oder des Christentums oder Schopenhauers nötig – er riecht die Verwesung(...)." Friedrich Nietzsche (Ecce Home)
Mit dem vollständigen Zitat spannt der Nietzsche einen Bogen über die übelriechende religiös-philosopische Vergangenheit im Grunde bis bis hin zur Gegenwart.
Die Seele weiß gar nichts. @Platon,Wissen zu glauben, heißt zu wissen, dass ich nicht weiß. Selbst diese Paradoxie ist nicht mehr als eine metaphysiche Konstruktion und kaum weniger als Fantasterei Auch das sind Hirngespinste und Ausläufer dessen, was wir Verstand nennen.
Verstand, Vernunft, Wissen, Denken,Glauben, Körper, Seele? Wer versteht`s wirklich?
Aber, mehr als Verstehen kann der Mensch nicht und weniger als Glauben auch nicht.
D.w.W. 31.12.2011, 16:13 Uhr
metaphysische..
Mike 31.12.2011, 16:23 Uhr
Alles Unbewusste strebt nach Bewusstheit(Verstand). Die Seele und der Glaube wagen sich über den Verstand hinaus und reichen ihm die Hand. Seine arbeit können sie nicht übernehmen. Insofern wird der Verstand nicht unterbewertet,sondern angespornt! "Der Glaube kann Berge versetzen" wie das geht muss der Verstand erst noch ergründen, denn das ist seine berechtigte Aufgabe.
55 31.12.2011, 19:07 Uhr
Chiara schreibt:
Ergänzend: Möglicherweise sind alle Informationen, respektive das gesam(mel)te Wissen, in der 'Seele' - dem Ding - enthalten.
Oder:
Metródoros von Chios (4.Jh. v. Chr.):
„Nego scire nos sciamusne aliquid an nihil sciamus, ne id ipsum quidem nescire aut scire nos, nec omnino sitne aliquid an nihil sit.
Ich behaupte, dass wir nicht wissen, ob wir etwas wissen oder ob wir nichts wissen, und dass wir nicht einmal diese Behauptung nicht wissen oder wissen, noch ob überhaupt etwas existiert oder ob nichts existiert.“ ( Cicero, Lucullus 73 )
Der wahre Wolfgang 31.12.2011, 19:34 Uhr
Also doch: Sechs Sinne und dennoch sinnlos!
Welchen Sinn hat Sinn?
Nebenfrage: Hat die Quantenphysik den Aristotelischen Denkzirkel -den ich ja oben schon angedeutet habe- wirklich aufgelöst?
Chiara 01.01.2012, 14:01 Uhr
Ich behaupte, dass wir nicht wissen, ob wir etwas wissen oder ob wir nichts wissen, und dass wir nicht einmal diese Behauptung nicht wissen oder wissen, noch ob überhaupt etwas existiert oder ob nichts existiert.“ ( Cicero, Lucullus 73 )
Ist diese Behauptung denn nicht auch lediglich ein (Gedanken-)Konstrukt? Wissen, ein spektakulärer Begriff.
[Schein, Schein - alles nur Schein]
Der wahre Wolfganbg 01.01.2012, 14:39 Uhr
@Chiara, schöner Anfang: Das neue Jahr gleich an meiner Seite -digital betrachtet.
Ja, und ist ein Konstrukt nicht auch ein Konstrukt? Was ist eigentlich ein "Konstrukt" und ist die Wirklichkeit wirklich oder nur scheinbar wirklich? Ist das "Ding an sich" kein ausgedachtes? Mit Knut Hacker (Gott hab`ihn selig) haben hier die Gedanken der Quantenmechanik (Nils Bohr)Fuß gefasst. Also, den Denkzirkel noch einmal von hinten herunterbeten und endgültig kirre werden? Oder: Sich einfach in den Arm zwicken, den Mundwinkel verziehen und Konstrukt Konstrukt sein lassen.
Chiara 01.01.2012, 15:17 Uhr
Zufrieden lächelnd die Antwort: Zuerst einmal kirre werden, danach das Auge zwinkern und Konstrukt Konstrukt sein lassen.
[Ein mehr als 365 Tage dauerndes, entspanntes, anhaltendes Augenzwinkern]
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