Zitate von Otto Flake

Otto Flake

Otto Flake, deutscher Schriftsteller

* 19. 10. 1880 - Metz
† 10. 11. 1963 - Baden-Baden

Flake besuchte das Gymnasium in Colmar und studierte anschließend Germanistik, Philosophie und Kunstgeschichte in Straßburg. Seine ersten beruflichen Stationen waren Paris und Berlin, wo er als regelmäßiger Mitarbeiter der "Neuen Rundschau" tätig war und später zu den auflagenstärksten Autoren der Weimarer Republik gehörte. In dieser Zeit unternahm er zahlreiche Reisen, über die er in seiner Essaysammlung "Das Logbuch" berichtet hat (publiziert 1917 bei S. Fischer). Während des Ersten Weltkrieges arbeitete Otto Flake in der Zivilverwaltung in Brüssel. Anfang 1918 war er kurze Zeit für die neu gegründete Deutsche Allgemeine Zeitung in Berlin als Chef des Feuilletons tätig, gegen Kriegsende ließ er sich in Zürich nieder und schloss sich dem Kreis der Dadaisten an. Seit 1928 lebte er nach seiner Ausweisung aus Südtirol mit seiner Familie in Baden-Baden.

Zitate aus Gershom Scholem's Von Berlin nach Jerusalem S. 159: "Flake, ein sehr schlanker, ausgezeichnet aussehender und eleganter Mann, war (damals) ein deutscher linksliberaler, (damals jedenfalls) Anhänger einer totalen Assimilation der Juden in Deutschland, von der er sich gerade für die Deutschen Großes erhoffte."

1933 unterschrieb Flake, wie auch andere Kollegen, eine Ergebenheitsadresse an Adolf Hitler, worum ihn sein Verleger Samuel Fischer ersucht hatte, um dessen Verlag zu unterstützen (Fischer galt nach den Kategorien der Nazis als Jude). Zudem war Flakes fünfte Ehefrau Halbjüdin und er glaubte auch sie dadurch zu schützen. Für diese Unterschrift wurde er unter anderem von Thomas Mann, Bertolt Brecht und Alfred Döblin scharf kritisiert.

Nach Kriegsende 1945 wurde Flake von der französischen Besatzungsmacht in den Kulturrat von Baden-Baden berufen, der mit der Durchführung von Ausstellungen und Vorträgen betraut war.

Als gebürtiger Lothringer setzte er sich für die Aussöhnung von Deutschen und Franzosen ein. Als Autor wurde er nach 1945 zunächst kaum noch wahrgenommen. 1958 legte Bertelsmann einige Titel des inzwischen verarmten und depressiven Autors neu auf und erzielte damit eine überraschende Auflage von rund einer Million in 28 Monaten.

Am 10. November 1963 starb Otto Flake in Baden-Baden. Sein Nachlass befindet sich in der dortigen Stadtbibliothek.

Otto Flake war fünfmal verheiratet, hatte aber nur vier Ehefrauen, weil er die Mutter seiner Tochter Eva Maria zweimal geheiratet hat.

Die Tochter von Otto Flake, Eva Maria, lebt in der Nähe von Baden-Baden.

Die besten Zitate des Autors

[Literaturzitate - Allgemein]

Schlagworte: Gefühle, Liebe, Partnerschaft, Beziehung, Akzeptanz

Liebe ist der Entschluss das Ganze eines Menschen zu bejahen, die Einzelheiten mögen sein, wie sie wollen.

Otto Flake

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[Literaturzitate - Allgemein]

Schlagworte: Menschen, Toleranz

Wer mit den Menschen auskommen will, darf nicht zu genau hinsehen.

Otto Flake

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[Literaturzitate - Allgemein]

Schlagworte: Frauen, Gefühl, Männer

Frauen sind Geschöpfe, die unter anderem da sind, um die Torheiten der Männer auszugleichen, auch die intellektuellen.

Otto Flake

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