„Zu leben heißt zu kämpfen.“
Lucius Annaeus Seneca (Werk: Moralische Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), XVI, XCVI, 5)
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mutti 17.08.2008, 23:13 Uhr
Wer im leben nicht kämpft,verliert immer das beste und das beste verlieren heisst immer allein da stehen!!
Doris 18.08.2008, 01:31 Uhr
Wer im Leben nicht kämpft, verliert sich selbst
Pat 18.08.2008, 11:23 Uhr
wer kämpft kann verlieren... aber wer nicht kämpft hat schon verloren.
J.o.h.n 18.08.2008, 11:42 Uhr
Es gibt Dinge im Leben eines Menschen, da lohnt es sich zu kämpfen und für andere eben nicht. Wer kannte noch nie das Gefühl irgendwie stehen zu bleiben, im Leben nicht mehr voran zukommen. Manchmal hat man keine Kraft mehr, fühlt sich ausgelaugt und gibt sich dem Stillstand hin. Wer sowas mal erlebt hat, weiß vielleicht wie schwer es ist, aus dieser Antriebslosigkeit wieder rauszukommen. Warum fallen wir, um zu lernen wieder aufzustehen....
Doris 18.08.2008, 14:12 Uhr
Manchmal hat man keine Kraft mehr, fühlt sich ausgelaugt und gibt sich dem Stillstand hin. Wer sowas mal erlebt hat, weiß vielleicht wie schwer es ist, aus dieser Antriebslosigkeit wieder rauszukommen. Warum fallen wir, um zu lernen wieder aufzustehen....
Es lohnt aus meiner Sicht immer, für sich selbst zu kämpfen, um sich selbst zu kämpfen. Und ja, ich weiss wie schwer es sein kann, diese Antriebslosigkeit, dieses Fragen: Warum soll ich denn überhaupt und da beginnt das was ich in meinem ersten Beitrag schrieb, wer da nicht kämpft der verliert sich selbst, auch wenn es mehr als schwerfällt, nach dem 100. hinfallen, wieder auf zu stehen und weiter zu kämpfen. Für wen, wenn denn nicht für sich selbst.
Felix 18.08.2008, 14:38 Uhr
Zu leben heißt, genießen zu können.
Zu leben heißt, verzichten zu können.
Zu leben heißt, vertrauen zu können.
Zu leben heißt, warten zu können.
Zu leben heißt, ........
Es ist nicht immer der Kampf, um leben zu können. Der Egoist kämpft und verkrampft. Derjenige, der dem Leben mehr abgewinnen will als der andere, kämpft darum.
Ist es wirklich der Kampf, der einen aus der Antriebslosigkeit heraus bringt? Ist es nicht eher das Lernen der Gelassenheit? Um meinen Kopf frei zu machen, muß ich nicht kämpfen.
Um zu leben muß ich nicht kämpfen. Es gibt zwar erstrebenswerte Ideale und Ziele, für die es sich lohnt zu leben, manchmal auch zu kämpfen, aber das ist dann nicht unbedingt ein erstrebenswertes Leben.
Doris 18.08.2008, 15:52 Uhr
Sich nicht auf zu geben, heisst aber kämpfen, denn sonst bleibst du liegen - im bildlichen oder übertragenen Sinne, sonst lässt du dir die Butter vom Brot nehmen, lässt dich treten, wirst getreten. Darum schrieb ich für sich selbst kämpfen, um sich nicht als Mensch zu verlieren.
Kampf heisst hier für mich, nicht gegen einen anderen kämpfen, sondern hier sich motivieren, auch eine Art Kampf. Um seine Würde als Mensch zu kämpfen und nicht zu boden zu gehen.
Ein Mensch ohne Mut, ohne Perspektive, ohne Lebensinhalt kämpft und zwar um sich und für sich selbst, ist er deswegen ein Egoist, nur weil er sich nicht aufgeben kann oder will?
Gelassenheit bringt einen nicht aus der Antriebslosigkeit, der Sinnlosigkeit, die man oftmals fühlt, die einen nicht mehr loslässt.
Wenn ich als Mensch wieder aufrecht stehen kann, sicher stehen kann, erst dann ich allem mehr oder weniger gelassen ins Auge blicken, wenn ich in mir wieder erstarkt bin.
Wenn ich mich selbst aufgegeben habe, mich selbst verloren habe, dann mann bedeutet es kämpfen zu müssen.
Doris 18.08.2008, 15:57 Uhr
*rauft sich die Haare* man entschuldige meine etwas verworrene Schreibweise.
Ich korrigiere:
Wenn ich als Mensch wieder aufrecht stehen kann, sicher im Leben stehen kann, erst dann kann ich allem mehr oder weniger gelassen ins Auge blicken, wenn ich in mir wieder erstarkt bin.
Wenn ich mich selbst aufgegeben habe, mich selbst verloren habe, dann bedeutet es kämpfen zu müssen.
Felix 18.08.2008, 16:27 Uhr
ach Doris, wenn du dich fast aufgeben hast, dann hast du auch keine Kraft mehr zu kämpfen. Du erhälst dann keine Adrenalin-Spritzen, sondern Tranquilizerzum Aufbau.
Was du meinst, ist ein kleiner Teilaspekt des Lebens bei Grenzerfahrung. Wenn du deinen normalen Alltag betrachtest, bist du da nur am kämpfen? Leben heißt zu kämpfen -"Wer kämpft lebt?"- sehr fragwürdig.
Ich kämpfe mich nicht aus dem Bett,
ich kämpfe nicht mit der Kaffeemaschine,
ich kämpfe mich nicht durch den Stau,
ich kämpfe nicht mit meinen Kolleginnen,
ich kämpfe nicht am Buffet,
ich kämpfe nicht gegen meinen Vorgesetzten,
ich kämpfe nicht .......
Ich genieße es wenn mogens die Sonne scheint,
schütte mir einen wohlduftenden Kaffee auf,
lasse die Autos im Stau an mir gelassen vorbei ziehen, lassen meinen Kolleginnen den Vortritt und halte ihnen sogar die Tür auf, etc.
Den einzigen Kampf den du verlieren kannst, ist der, den du mit dem Tod ringst und den verlierst du über kurz oder lang immer.
Felix 18.08.2008, 18:36 Uhr
Überleben zu wollen, heißt kämpfen.
in vielen Regionen dieser Erde, aber kaum in den Industrienationen. Überleben, wenn du aufwachst und nicht weißt, woher du etwas zu essen bekommst, wenn du dich gegen Kindersoldaten schützen mußt, etc.
Doris 18.08.2008, 21:11 Uhr
Was du meinst, ist ein kleiner Teilaspekt des Lebens bei Grenzerfahrung. Wenn du deinen normalen Alltag betrachtest, bist du da nur am kämpfen? Leben heißt zu kämpfen -"Wer kämpft lebt?"- sehr fragwürdig.
Ich habe schon geschrieben, was ich gemeint habe. Und was sich für dich als Teilaspekt des Lebens bei Grenzerfahrung darstellt, schon einmal daran gedacht, das so etwas für andere der normale Alltag ist?
Fast aufgeben heisst eben nur f a s t und kämpfen muss ich dann, um wieder dahin zu kommen, wo ich einmal gestanden habe, als Mensch gestanden habe.
Wenn ich meinen normalen Alltag betrachte, so kann ich Deine Frage mit Ja beantworten. Ja, ich bin jeden Tag am kämpfen.
Ich geniesse auch die Morgensonne und freu mich, wenn ich einen frisch aufgebrühten Kaffee trinke.Und ja, ich freue mich und geniesse es, wenn mir die hübsche und kompetente Mitarbeiterin vom Amt, versucht noch die letzte Würde zu nehmen und sich dabei noch gut fühlt.
Du brauchst nicht in die andere Regionen dieser Erde schweifen, wie üblich liegt *das Gute* auch hier bei uns in Deutschland so nah. Überleben, wenn du aufwachst und nicht weisst, woher du etwas zu essen bekommst, meinst du das gibt es nur anderswo? Dann sind all die Tafelläden, die Essensausgaben an Schulen und für Bedürftige nur geträumt? Dann haben wir in Deutschland auch keine Kinderarmut? Dann sind die Angebote in Tafelläden, die Erstausstattung für Erstklässler auch nur geträumt? Dann kämpfen all diese Leute auch nicht?
Aus gesicherter Lebensposition kann ich auch allem gelassen entgegensehen. An manchen Tagen, wenn ich die fast schon selbstherrlichen Aussagen der Herren Politiker lese, wenn die Armut im eigenen Land fast schon verleugnet wird und somit auch der Kampf, dann fällt mir ein Zitat von Max Liebermann ein: Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich kotzen möchte.
Doris 18.08.2008, 21:42 Uhr
In Deutschland ist jedes fünfte Kind arm, diese Aussage tätigte der Wochenbericht des Deutschen Institutes für Wirtschaftsforschung.
Jedes sechste Kind in Deutschland ist von Armut betroffen ...
Jeder Vierte zwischen 16 und 24 Jahre alte Jugendliche lebt in materieller Not oder ist davon bedroht ...
14 % aller Kinder gelten offiziell als arm ...
Mit 2,7 Prozentpunkten ist Kinderarmut in Deutschland seit 1990 stärker gestiegen als in den meisten anderen Industrienationen.
... so viel zu deiner Äusserung Felix - in vielen Regionen dieser Erde, aber kaum in Industrienationen -
Rund 17 Prozent aller deutschen Kinder leben in Familien, die Hartz-IV-Leistungen erhalten, besonders Alleinerziehende drohen zu verarmen.
Frag jene Menschen doch mal, wie ihr normaler Alltag aussieht? Ob sie den Dingen, dem Leben auch so gelassen gegenüberstehen wie deine Person.
Sie kämpfen, um sich, um ihr Leben, um ihr Überleben und ja, sie kämpfen jeden Tag um ihre Würde als Mensch - DAS ist ihr normaler Alltag und auf jene trifft deine als fragwürdig dargestellte Aussage zu: Leben heisst zu kämpfen.
Merkwürdig, wenn ich Worte wie die deinigen so lese, warum denke ich auch da oft genug an das Zitat von Max Liebermann.
Felix 19.08.2008, 16:20 Uhr
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