„Wenn du kritisiert wirst, dann musst du irgend etwas richtig machen. Denn man greift nur denjenigen an, der den Ball hat.“
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Manfred 09.05.2006, 19:48 Uhr
Finde ich nicht ganz richtig. Denn es gibt ja auch berechtigte Kritik.
IfindU 24.12.2006, 01:30 Uhr
Aber auch berechtige Kritik gilt an Personen, die viel richtig machen, aber dennoch Fehler machen.
Nicht kritisiert werden nur die Personen, die nichts richtig machen.
H. Smidt 24.12.2006, 07:24 Uhr
es gibt
positive-, negative-, konstruktive- und destruktive Kritik
die Wahl der Worte macht's, denn ein ausgesprochenes Wort kann man ebensowenig zurück holen wie einen abgeschossenen Pfeil
Simon 25.12.2006, 00:37 Uhr
sicher anwendbar, aber doch pauschal.
Carsten 13.02.2009, 03:31 Uhr
Stimmt, genau wie: Wenn viele eine Meinung vertreten, dann ist das noch keine Garantie, dass sie richtig ist!
Ist von mir! :-)
Carsten 13.02.2009, 03:48 Uhr
Bruce hatte nichts gegen Kritik im Allgemeinen, vielmehr meinte er die Art und/oder von wem sie kam.
Denn Verbesserungsvorschläge hat er ja von seinem Lehrmeister auch angenommen und das waren strenggenommen ja auch Kritisierungen.
Woody 13.02.2009, 23:16 Uhr
Carsten: Bruce Lee wurde verspottet wegen seiner Kampfkunst, hat richtig viel Blut angenommen und kaum ausgeteilt hier. Sollte er auferstehen...
Neumann 13.02.2009, 23:42 Uhr
Nein, lieber Bruce. Beim Fußball zum Beispiel wird häufig der Schiedsrichter angegriffen von allen Partein,...die arme Sau. Jedenfalls hat er fast nie den Ball...und wenn, dann sind alle noch ruhig.
Woody 14.02.2009, 00:50 Uhr
Sogar alle 3 Schiris beim Baskettballspiel gleichzeitig angegriffen, wenn sie nur den Ball halten...
Carsten 08.10.2009, 08:47 Uhr
Erst DENKEN, ertst dann schreiben, Manfred.
Ob nun berechtigt oder unberechtigt, spilet hier abspolut keine Rolle.
Aber was sag ich, Neumann macht einen noch bescheuerteren Einwurf.
Schön, dass im Internet jeder schreiben kann, auch Klötzchen-Werner ... :o))
Ypsilon 18.10.2009, 18:41 Uhr
Wer Kritik als Angriff versteht, ist wirklich zu bedauern. Insofern wirkt dieses Zitat etwas unterbelichtet.
Ingrid Z 18.10.2009, 20:12 Uhr
Klötzchen-Werner??? Egal. Erinnert mich an einen Ausspruch von Wilhelm Busch:
„Der Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung.“
Auf Bruce Lee umgeschrieben: Die Kritik ist die aufrichtigste Form der Anerkennung.
Der wahre Wolfgang 18.10.2009, 20:52 Uhr
Nach LEE bietet der in der Kritik stehende Ballbesitzende -in übertragenem Sinne- die "Reibungsfläche". Der Ballbesitzende in einem Mannschaftsspiel macht etwas richtig: Zunächst hat nur er die Möglichkeit -spielbezogen- zu Punkten oder Toren also zum erfolreichen Abschluss einer sportlichen Handlung zu kommen oder diesen Erfolg zu initiieren. Der Angriff zum Zwecke der Balleroberung -in übertragenem Sinne: die Kritik- muss sein, um sich selber in Ballbesitz zu bringen (zu positionieren -i.w.S.). Nur dadurch werden die Voraussetzungen für den eigenen Erfolg erst geschaffen. Jedenfalls, wenn wir LEE Glauben schenken.
Kritik wäre mit LEE allerdings sehr eng verstanden. Er beschränkt seine am sportlichen Handeln beispielhaft festgemachte Kritkvorstellung nur darauf, mit der Kritik die Aktionsmöglichkeiten (Ballbesitz) des "Gegners" einzuschränken und zum eigenen Vorteil ("Balleroberung") umzukehren. Für den Kritisierten bleibt immerhin die Erkenntnis, dass sein Handeln für den Kritiker durchaus relavant ist, bzw., wichtig genug ist, um den Kritiker herauszufordern. Letztlich besteht ja der Motivationsgrund des Kritikers darin, seinen Gewinn aus dieser Kritik zu ziehen. Beispiel: Was wäre der "Literaturkritiker -Papst", Reich-Ranicki, ohne die von ihm "verissenen" Literaturschaffenden, wie z.B., G.Grass. Grass hatte die Trommel im Buch und Ranicki wollte auch laut sein. Nun ja, mittlerweile ist Gras auch über die Grass-Animosäten von Ranicki gewachsen -soweit ich weiß.
Ingrid Z 18.10.2009, 22:04 Uhr
@D.w.W., während ich den Tatort auf ARD ansah, hast du das hier ganz toll und verständlich kommentiert. Danke!
kleinbig 18.10.2009, 22:17 Uhr
Ich verstehe den LEE genau in dem weiteren letztgenannten Sinne. Wer es wert ist, kritisiert zu werden (angegriffen zu werden), hat mit seinem Handeln einen Nerv getroffen, der das Denken und Handeln anderer anregt. Über Banalitäten spricht man nicht.
Senftopf 18.10.2009, 22:23 Uhr
@Ingrid, Du sprichst mir aus der Seele"! Ich hatte schon lange vor, dem "w.W. meinen Dank und meine Hochachtung dafür auszusprechen, dass er sich so "oft die Mühe macht, "untransparente" und ungenaue Zitate zu kommentieren! Man profitiert wirklich von seiner kompetenten und einleuchtenden Schilderung und Ausdrucksweiseund seine Geduld ist beispiellos!
Nun aber genug der "Lobhudelei " - doch das musste mal erwähnt werden.!!
Der wahre Wolfgang 18.10.2009, 22:42 Uhr
@Inrid Z., dafür müsstest du mir eigentlich den Tatort nacherzählen. Eine Hand wäscht die andere...
Ingrid Z 18.10.2009, 22:50 Uhr
@D.w.W., Sehr zeitgeäß aus polit./wirtschaftl. Sicht. Was ist wichtiger? 3000 Stellen einer Firma zu erhalten und dadurch die Familien abgesichert zu sehen, auch wenn das durch Korruption/Unehrlichkeit geschieht? Dass ein Suizid dazwischenkam, ist eigentlich fast unerheblich, aber dadurch kam alles ans Tageslicht.
Und derjenige, der den Ball hatte, wurde durch falsche Berater und Presse in den Schmutz gezogen. - Auch nichts Neues heutzutage.
Das alles ist eine Gewissenfrage - und allumfassend nennt man das Politik.
Der wahre Wolfgang 18.10.2009, 23:05 Uhr
Danke, @Ingrid Z.,wenn du so weiter machst, kann ich meinen Fernseher wirklich abschaffen.
Politik und Gewissen? Ich glaube, dass sind unvereinbare Gegensätze.
Habe heute übrigens auf einem Trödelmarkt für 2,- € einen SPIEGEL von 1957 ergattert.
Titelbild und Titelgeschichte: Willy BRANDT -ein Politiker, mit Gewissen und Verantwortung?
Ingrid Z 18.10.2009, 23:16 Uhr
Habe neulich in einer Bücherkiste, in der man Bücher entnehmen und hineinlegen kann folgendes entnommen: Zeitbild - Die "goldenen" zwanziger Jahre.
Eine gewesene Epoche, deren Zeitgeschehen sich heute täglich wiederholt. Auch schon festgestellt?
Ja, man greift nur den an, der den Ball hat. Und diese Bälle sind anscheinend 'Wanderbälle'.
chinese boxer 18.10.2009, 23:52 Uhr
Bruce Lee hat in den Vereinigten Staaten von Amerika Philosophie studiert und war zweifellos ein kluger Kopf. Kritisiert wurde er als Nestbeschmutzer, weil er den Großteil der traditionellen fernöstlichen Kampfkünste als wenig zweckdienlich zur Selbstverteidigung ansah und dies auch gern öffentlich äußerte. Kritisiert wurde er auch, weil er Nichtchinesen in den USA im Kung Fu bzw. später in seiner neuentwickelten Kampfmethode unterrichtete. (Es galt damals als Sakrileg, Nichtchinesen zu unterrichten.) Es hätte ihn sicherlich amüsiert, wenn er hätte lesen können, was Wolfgang so alles in seine Äußerung hineininterpretiert...
Felix 19.10.2009, 15:55 Uhr
Wer es selbst nicht schafft, den Ball erfolgreich zu führen, der wird Kritiker.
Es scheint der Neid die Antribsfeder des Kritikers zu sein. Meist wird jedoch nicht der Kern kritisiert, sondern die "Kriegsnebenschauplätze", die als Rahmen den Erfolg ermöglichen.
Denis 05.01.2010, 10:51 Uhr
sicher lernt der Ballbesitzende ebenfalls etwas, da genau dies die Kritik ausmacht. Lee sagte aber, dass er IRGEND ETWAS richtg gemacht haben muss, dementsprechend schränkt er die Richtigkeit der getroffenen Maßnahme, welche zur Kritik führt, ein.
Ich würde sagen, wenn man ein solches Zitat komplett aufschlüsselt und dann wieder so zusammenbaut, dass es jedem gefällt dann ist es nicht mehr Zitierfähig - zumindest nicht unter einer Din A4 Seite und eine Deutsch, welches nur 5% der Bevölkerung verstehen.
Lee brach viele Klischees die in den USA gegenüber den Chinesen in den 50er- und 60er Jahren noch stark verbreitet waren und er revolutionierte den chinesischen Kampfsportfilm (wenn man ihn denn so nennen kann, denn was er "betrieb" war zweifellos KampfKUNST!)
Er war ein sehr waiser Mann, der sich über, die von der Gesellschaft geschaffenen, schwachsinnigen Grenzen hinwegsetzte und somit vielen die Augen öffnete.
Ruhe in Frieden kleiner Drache!
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