Schlagworte: Böse
„Ich glaube, dass alle Menschen, die das Böse in der Welt verurteilen, auch verstehen müssen, dass dieses Böse ohne ihre eigene Mitschuld nicht existieren könnte.“
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weiss 27.05.2010, 02:47 Uhr
Der Typ, dessen Frau vergewaltigt und dessen Kind getötet worden ist, ist schließlich selbst schuld daran, dass er zuvor niedergeschlagen wurde und deshalb nur zugucken durfte. Nur sein Psychiater sollte das endlich auch verstehen.
gast 27.05.2010, 06:41 Uhr
zitate sind nicht selten dumm und böse. der autor hat immer ein ziel.
FeliXL 27.05.2010, 09:32 Uhr
@weiss, du hast nix verstanden. Eigene Betroffenheit vernebelt die klare Erkenntnis.
Puste-Kuchen 27.05.2010, 11:14 Uhr
Leute, seht das Ganze doch etwas enkrampfter (Kommentare 1-3).
Auch evtl. weitere Kommentatoren könnten feststellen, daß bei OBJEKTIVER Betrachtung des Millerschen
"Spruches" etwas "Krampf" vorhanden ist.
Ganz "unentkrampft" finde ich den Ausspruch von BAAL SCHEM TOW.
"Die Einwohnende Herrlichkeit umfaßt alle Welten,
alle Kreaturen, Gute und Böse. Und sie ist die wahre Einheit.
Wie kann sie denn die Gegensätze des Guten und des Bösen in sich tragen?
Aber in Wahrheit ist da kein Gegensatz, denn das BÖSE ist der Thronsitz des
GUTEN!"
PK
Puste-Kuchen 27.05.2010, 11:19 Uhr
Berichtigung:............."entkrampfter"
PK
Zenpoetin 27.05.2010, 12:12 Uhr
Arthur Miller meinte komplexe Zusammenhänge, um die es hier geht:
Solange Menschen ihre Kinder nicht moralisch erziehen,
solange Lehrer meinen, das sei nicht ihre Aufgabe,
solange Nachbarn wegschauen, wenn in ihrem Umfeld Unrecht geschieht,
solange Gruppenmitglieder zugucken, wenn Einzelne gemobbt werden,
solange Menschen taktlos zueinander sind,
solange keiner einem Traurigen Trost spendet,
solange kann es passieren, dass sich diese Mosaiksteinchen an Dummheit, Feigheit und Bequemlichkeit auftürmen und in einem Verbrechen Luft machen!
Insofern sind wir alle - mittelbar - an dem Bösen beteiligt, das um uns herum geschieht.
Einem unmittelbar Betroffenen kann diese Erkenntnis vielleicht helfen, die Dinge zu verstehen. Verarbeiten kann das Opfer ein Verbrechen nur, indem es akzeptiert, was nunmal geschehen ist und etwas tut, um Gleichartiges zu verhindern. Selbstmitleidig in den eigenen seelischen Wunden herumzurühren
lässt diese auch nicht heilen.
Solange Politiker unfähig sind, konsquent zu handeln und die Weichen anders zu stellen, wird sich nichts ändern. Und solange Richter Fälle auf die lange Bank schieben und auf Paragraphen herumreiten, anstatt sich unmittelbar um Gerechtigkeit zu bemühen, ebensowenig.
Im Zeitalter der Massenkommunikation hat jeder die Möglichkeit, sich unabhängig für das Gute zu engagieren. Und jedem bleibt es unbenommen, bei alltäglichen Begegnungen Gutes zu tun - was auch immer in seiner Macht steht.
Senftopf 27.05.2010, 12:19 Uhr
Richti@Zenpoetin!
Ergänzend hierzu könnte man die "Solange-Sätze" mit der Frage - "wie lange noch???"komplettieren...
weiss 27.05.2010, 13:35 Uhr
@FelixXL das von mir dargestellte Szenario ist ungefähr aus dem Film ,,Gesetz der Rache" und ist mir nicht selbst passiert. Ich habe verstanden was der Autor damit sagen will und wollte ausdrücken, dass dies im allgemeinen nicht stimmt. Es gilt für fast alle Menschen, aber eben nichts für alle. Es gibt Leute die -wie Zenpoetin schon sagte- mit offenen Augen durchs Leben gehen und in alltäglichen Begegnungen Gutes tun - was auf immer in ihrer Macht steht.
FeliXL 27.05.2010, 15:48 Uhr
@weiss
FeliXL noch nicht ...xXL, ja? bitte!
Der Typ, den du beschreibst hat halt was falsch gemacht. Vllt. hat er den Kriminellen beschimpft oder anderswie provoziert. Wieso hat er ihn überhaupt ins Haus gelassen? Also irgendwas muß er ja falsch gemacht haben, damit es passieren konnte. Aber das war nur das Ende des Chaosvorgangs.
Weil ein Amerikaner in Brasilien mit dem Finger auf einen Farbigen gezeigt hat, hat sich dieses Szenario der Gewalt entwickelt. Das ist halt Chaostheorie.
weiss 27.05.2010, 16:12 Uhr
Dann eben nur extra large :) Du redest doch über Ursache und Wirkung. Das Chaos hat da doch nichts zu suchen. Determinismus ist aber eine andere Geschichte. Was mich wundert ist, dass du meinst, wenn jemand eine Ursache für etwas ist, er damit auch die Schuld für alles hat was daraufhin passiert trägt ?
Zenpoetin 27.05.2010, 18:28 Uhr
Senftopf, "wie lange noch" fragst Du am besten die geistig impotenten, scheinheiligen und feigen Bequemlichkeitsfanatiker dieser Welt...
Der wahre Wolfgang 27.05.2010, 19:41 Uhr
OK, @Zenprotektion, dann frage ich genau dich. Wann und wie gedenkst du denn mal so "unbequem" zu werden, dass aus einer -nun ja, wir fangen alle mal klein an- Scheinheiligen eine echte Heilige wird?
awadea 26.09.2010, 07:21 Uhr
Das Gute kann ohne das Böse nicht existieren. Kein Licht ohne die Dunkelheit. Alles Schlechte verbirgt auch etwas Gutes, man sollte sich nur die Mühe machen und dahinter schauen. Genau wie sich hinter sogenanntem Gutglauben stets etwas schlechtes verbirgt. Gut und Böse sind untrennbar. In jedem Menschen ist beides vereint. Es gibt Umstände, die fordern heraus das das eine mehr überwiegt als das andere, welches auch gemeint sein mag.
Es kommt nur darauf an, ob man sich die Mühe macht "Das Böse" GEMEINSAM zu besänftigen. Ausschalten kann man es nicht, so wird man selbst nur böse.
Am Anfang war die Finsternis, nur um die eigene Hand in der Schande zu sehen, entstand das Licht. -Ju82-
ZEN 26.09.2010, 10:53 Uhr
@awadea
>> Gut und Böse sind untrennbar. <<
Das
eine existiert
nicht ohne das andere.
>> In jedem Menschen ist beides vereint. <<
yes
ZEN
Knut Hacker 26.09.2010, 15:51 Uhr
So ein Schmarrn, dieses Ausgangszitat! Da steigt einem doch der imaginäre Hut vom Kopf!
Das Böse ist doch eine Wertung durch den Menschen.Die Natur ist weder böse noch brav. Wenn sich die Tiere gegenseitig auffressen und Naturkatastrophen zur Vernichtung führen, dann ist dies wertneutrale Seinsgegebenheit. Erst der der Mensch nimmt die Wertung als gut oder böse vor. Das ist eine von der Evolution entwickelte Überlebensstrategie, um sich vor Lebensgefährdungen zu schützen.
ZEN 26.09.2010, 17:51 Uhr
@Arthur Miller
>> Ich glaube, dass alle Menschen, die das Böse in der Welt verurteilen, auch verstehen müssen, dass dieses Böse ohne ihre eigene Mitschuld nicht existieren könnte. <<
Arthur,
du kannst "Verstehen"
nicht verordnen oder befehlen.
"Mitschuld" würde ich
gegen "Beteiligung" tauschen wollen...
ZEN
Menschen,
die das Böse in der Welt verurteilen,
verstehen nicht, das dieses ohne ihre Mitwirkung nicht existieren kann.
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