Schlagworte: Probleme, Denken, Problemlösung, Umdenken
„Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“
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Regling 03.01.2007, 11:28 Uhr
Newton hat das noch nicht gewusst aber die wissenschaftliche Forschung glaubt immer noch fest an seine Vorgaben.
Strubbel 25.03.2009, 21:10 Uhr
Stichwort Finanzkrise *hust*
Ingrid Z 25.03.2009, 21:18 Uhr
Dann hoffen wir einmal stark, dass sich die Denkweise ändert, bevor @ Strubbel einen Keuchhusten bekommt.
IQ XXL 25.03.2009, 21:34 Uhr
Einsteins Erkenntnisgewinn ist nichtig gegenüber dem, was er nicht weiß.
Eine Denkweise (z.B.: deduktive oder induktive Denkmethode)ist beispielsweise ein formal-logisches gedankliches Vorgehen, das auch unabhängig von ganz bestimmten Problemsituationen stattfindet. Einstein hat mit "Denkweise", für das, was er zum Ausdruck bringen wollte, ein missverständliches Wort gewählt.Ein Sprachgenie ist er wohl nicht.
Beispiel: Wenn ich eine Exponentialgleichung mit der matehematischen "Denkweise" und Methode "Logarithmieren" fehlerhaft löse,dann ändere ich nicht unbedingt die mathematische "Denkweise", sondern korrigiere die aufgetretenen spezifischen Fehler.
Strubbel 26.03.2009, 17:19 Uhr
Die empirische Realität ist selten logisch. Das heisst nicht, dass Logik falsch ist, aber ihr Anwendungsbereich hat (zum Glück) seine Grenzen.
IQ XXL 26.03.2009, 19:09 Uhr
Einstein hätte statt "Denkweise" besser den Begriff "Maßnahme" gewählt.
Sind "klassische" Problemsituationen,die aufgrund klar definierter Maßnahmen oder Handlungen (im weiteren Sinne)entstanden sind, mit genau diesen Maßnahmen wieder korrigierbar? Dies Frage richte ich zunächst Mal an dieses Forum. Bin schließlich kein "Vordenker".
Strubbel 27.03.2009, 02:37 Uhr
ein ode an die freude jmd der auf die Begrifflichkeiten schaut *jauchz*
Tatsächlich wäre "Maßnahme" oder "Handlung" viel praxeologischer als "Denkweise".
Doch vergessen wir nicht den historischen Kontext und für einen Physiker schlägt Albert sich recht tapfer. Ein Physiker als Sprachgenie; soweit sind wir noch nicht (mag an der Physik oder der Sprache liegen, wahrscheinlich an dem defizitären Gebrauch von beidem im Zusammenspiel: dem Spiel von positivistischer Naturwissenschaft und intepretativer Sprache/Praxis)...letztlich ist die "innere Mechanik" dieses Zitats m.E. begrüssenswert. aber begrifflich könnte und sollte man das heutzutage weiter ausarbeiten. mfg
IQ XXL 27.03.2009, 19:36 Uhr
Interessant ist die Gedankenstruktur Einsteins, die gleichzeitig die Frage aufwirft: Könnte ein Problem grundsätzlich mit eben der Maßnahme gelöst werden, die das Problem verursacht hat? Mein "Anfangsverdacht" ist der, dass eine klar definierte Maßnahme im exakt gleichen Bedingungsfeld (das ist natürlich vorauszusetzen)wohl auch zu gleichen Ergebnissen führt. Solche "Laborbedingungen" sind in komplexen und interdependenten Zusammenhängen (z.B. wirtschaftspolitischen)real kaum antizipierbar.Die gleiche Maßnahme wird unter geänderten Bedingungen auch zu anderen (im besten Falle zu gewünschten) Ergebnissen führen. Insofern hat das Postulat von Einstein nichts Generalisierbares.
Strubbel 28.03.2009, 16:51 Uhr
Problematisch ist auf jeden Fall, dass bestimmte Fragestellungen eben auch schon den Erkenntnishorizont, zwar nicht determinieren, aber die Anzahl möglicher Antworten schon begrenzen: Wie ich die Frage formuliere ist nicht unabhängig von den Antworten, die ich suche und (schon vor der Frageformulierung) vermute und mitdenke. Wie kommt man aus diesem Zirkel heraus?
MrRomanticThinkGuy 18.04.2009, 14:08 Uhr
Sehr richtiges Zitat. Trifft hervorragend auf den Kapitalismus, Urknall, Schwarze Materie, Schwarzes Löcher und Gott zu. *g*
George 07.08.2009, 00:32 Uhr
Klingt logisch, in der Realität wird Querdenken leider nicht gerne gesehn. "Das haben wir schon IMMER so gemacht" sind doch die Standardsätze... "Was sind das für Hirngespinste" "Ach was, das wird nicht passieren" "Wir werden mit Sicherheit...."...Ich finde es jedoch lobenswert, dass man ein Problem überhaupt erkennt und DENKT wie man es lösen könnte. Auch wenn man dann die falsche Maßnahme trifft, man hat immerhin gehandelt.
Feargal 10.03.2010, 17:01 Uhr
Weiss jemand zufaellig woher dieses Zitat stammt. Hat einer von Euch eine Quelle dafuer? Danke!
ZEN 11.03.2010, 10:44 Uhr
>> Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind. - Albert Einstein
Die Lösung
eines jeden Problems zeigt sich,
wenn wir es bloß von der nächst höheren Ebene aus betrachten.
Nicht selten
löst es sich dann bereits komplett auf.
ZEN
Liz 20.06.2010, 02:49 Uhr
Ob Herr Einstein nicht "Maßnahme" gesagt hätte, wenn er's gemeint hätte? Nur weil es dem einen unverständlich und nicht ins Denkschema paßt, kann doch Herr Einstein etwas anderes gemeint haben, oder? Sehr borniert. Das Zitat macht nämlich nach Ersetzung der Denkweise durch eine Maßnahme kaum Sinn.
born_free 20.06.2010, 10:05 Uhr
sehr gutes zitat..absolut wahr und zutreffend
Der wahre Wolfgang 20.06.2010, 18:50 Uhr
Probleme kann man nicht mit derselben "Maßnahme" lösen, durch die sie entstanden sind. Das klingt einleuchtend, @Liz.Ein bestimmter Denkansatz (oder Theorie, auch Methode) schafft ja noch kein Problem. Es sei denn, das Denken selber ist das Problem. Sinnigerweise ist das Denken Voraussetzung zum Handeln. Indem gehandelt wird und Maßnahmen ergriffen werden,kommt es möglicherweise zu Problemsitiationen. Beispiel: In einem engen Zusammenhang mit der Wirtschaftskrise steht die Verschuldung der öffentlichen Haushalte. Diesem Problem "begegnet" man mit weiterer Schuldenkumulation. Ob das Problem "Staatsverschuldung" durch weiteres Schuldenmachen gelöst wird, bleibt abzuwarten. Einstein ist der Ansicht: "niemals"!
Die öffentlichen Haushalte streben über Schulden auch eine Belebung der Wirtschaft und des Arbeitsmarktes an. Wichtig ist letztlich, was hinten herauskommt... Da könnte noch Hartes auf uns zukommen - oder sich je nach Standort von uns entfernen.
Hr Mili 03.04.2011, 23:28 Uhr
genau das zeigt dieser wunderbare Dokumentarfilm auf...http://www.youtube.com/watch?v=4Z9WVZddH9w (Untertiteln kann man einschalten)...und bietet damit deutlich bessere Lösungen für unsere Probleme
jari 29.10.2011, 18:08 Uhr
"Maßnahme" würde zwar Sinn machen, aber einen ganz anderen. Was Einstein m.E. meinte, ist die Tatsache, dass wenn die Denkweise mit der ich etwas erschließe Probleme verursacht, lassen sich diese nicht in dieser Denkweise lösen. Man braucht dann einen Paradigmenwechsel, um nicht immer wieder das Problem zu reproduzieren. Bei Theorien ist es das gleiche, denkt nur an die "Kopernikanische Wende(n)". Denkt man es andersrum, macht alles auf einmal Sinn...
Bei einer Maßnahme reicht oft eine Modifikation der Maßnahme, um ein Problem zu lösen, wenn es nicht funktioniert, es sei denn, die Maßnahme ist wesentlich Verursacher des Problems, dann könnte man die Maßnahme unterlassen - Problem gelöst! Wenn die Maßnahme aber nicht Ursache ist, aber alles verschlimmert, sollte man andere Maßnahmen in betracht ziehen. Aber das ist eigentlich banal...
Neumann 29.10.2011, 20:44 Uhr
Also es ist doch bereits sehr viel gewonnen, wenn man VERSTANDEN hat, wodurch bestimmte Probleme entstanden sind. Erst dann kann man was richtig lösen. Insofern hat er recht, dass ein solches Verstehen schon eine neue Denkweise einfordert.
Ingrid Z 30.01.2012, 19:02 Uhr
Oder wie eine altdeutsche Weisheit besagt:
"Die meisten Probleme lösen sich von alleine. Man darf sie nur nicht dabei stören!" ;-)
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