„Schwächen
Du hattest keine
Ich hatte eine:
Ich liebte“
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Phoebe 01.10.2006, 04:30 Uhr
~wunderbar~
ft 19.12.2006, 19:56 Uhr
kann mir das zitat mal jemand genauer erklären?
ft 20.12.2006, 13:36 Uhr
was ist denn nun? kann mir jemand die aussage erklären.
Sophie 20.12.2006, 14:18 Uhr
ein sehr schönes zitat!
Lee 20.12.2006, 14:41 Uhr
er, als der erfahrene erzähler, beschreibt jemandem die liebe/eine andere "geliebte" schwäche,
soviel ich verstanden hab.
mehr kann ich ohne kontext nicht sagen...
ft 21.12.2006, 18:23 Uhr
für mich besteht hier weiterhin erklärbedarf
ft 21.12.2006, 18:24 Uhr
für mich besteht hier weiterhin erklärbedarf
Simon 21.12.2006, 18:33 Uhr
such doch bei google....
motte 26.12.2006, 11:25 Uhr
..traum..
@ ft: seine schwäche war wohlmöglich seine freundin..seine frau..un schwächen sind eig etwas negatives..doch in diesem sinne, liebte er seine schwäche..seine frau/ freundin..
schwanfaenger 01.01.2007, 15:55 Uhr
ja motte ich glaube auch dass es so richtig interpretiert ist; dass seine einzige schwachstelle eine frau war . Aber ist dass nicht oft so dass Männer nur dadurch schwach werden oder gar Schwächen zeigen wenn eine Frau im Spiel ist!?
Nora 03.04.2007, 16:02 Uhr
Dieses Zitat stammt nicht von Brecht selber sondern von eine seiner Geliebten, entschuldigt mir ist der Name entfallen, waren ja auch nicht wenige! Sie schrieb ihm ein Gedicht in dem es gegen ende heißt:
Schwächen, du hattest keine, ich eine Ich liebte.
Demnach ist dieses Zitat in diesem Kontext falsch! Sie versuchte ihm darin zuschildern das sie ihn immer geliebt hatte und auch wird nur er hat sie nie so geliebt wie sie ihn.
RainerZufall 12.04.2007, 09:53 Uhr
Das Zitat ist kein Zitat sondern ein Gedicht, nachzulesen in der Gesamtausgabe, Bd. 15, S. 223., mit der Überschrift "Schwächen" (ohne Fragezeichen!)
Es folgen drei Zeilen:
Du hattest keine
Ich hatte eine:
Ich liebte
Bis auf den Doppelpunkt keine Satzzeichen.
Nora liegt knapp daneben. Das Gedicht ist von Brecht. Daran ist kein Zweifel. Er hat es auf die Rückseite des Gedichts "Kälte" von Ruth Berlau geschrieben. Sie klagt in ihrem Gedicht
"Ich habe geweint/ich hab gelacht/dann kam die Ruhe/die große Ruhe:/es ist vorbei/ich liebe nicht!/.../Verschwunden ist:/das tiefe, schmerzvolle Glück/ich habe nichts und doch genug:/den Drang nach Wahrheit und die Lust am Trug!" (Bd. 15, S. 446)
Ruth Berlau war eine großartige, starke und mutige Frau, die an vielen Stücken (z.B. Puntila) mitgearbeitet hat, Tausende Kilometer auf dem Motorrad zurücklegte und in Spanien gegen die Faschisten kämpfte.
Leider war sie auch eifersüchtig und hat diese Krankheit mit Alkohol zu kurieren versucht.
Beide Gedichte wurden im Frühjahr 1950 geschrieben.
Vor beiden Autoren und insbesondere dieser Schwäche habe ich unendlich viel Respekt.
P.S. Schon in der Bibel werden für den schönsten aller Akte die Worte "schwächen" und "erkennen" gebraucht. Z.B. ... und er erkannte sie, und sie gebar ihm eine Tochter. Oder: sie schwächte ihn...
Liebe ist die schönste und größte Schwäche, aus der wir sehr stark hervorgehen können, wenn wir den/die andere(n) erkennen...
Günther Melzer 12.04.2007, 17:01 Uhr
Dank an Nora und Rainer, habe das Zitat/Gedicht jetzt korrigiert.
Lylinx 05.11.2007, 22:07 Uhr
Vielleicht steckt auch die Aussage darin, dass er eine Frau liebte, die wie er fand, perfekt war, aber ihn leider nicht liebte.
H. Smidt 06.11.2007, 14:29 Uhr
Ich finde die Fähigkeit zu lieben ist keine Schwäche.
Daniela 06.11.2007, 14:38 Uhr
ich denke, dass es sich in dem Spruch darum handelt, dass derjenige, der keine Schwäche hatte nicht geliebt hat!und der, der dieses Gedicht erfasst hat, liebte den anderen, was seine Schwäche war.
Daniela 06.11.2007, 14:39 Uhr
wobei ich Liebe nicht als Schwäche empfinde, außer, wenn der, den ich liebe, mich nicht liebt
stephan 21.11.2007, 17:16 Uhr
ohne Kontext könnte man das Zitat auch so auffassen das die Person, ihn seinen Augen keine Schwächen hat da er sie liebt, doch er nicht in der Lage ist sich auf eine Person zu begrenzen
Volz 27.11.2007, 20:11 Uhr
oder noch besser:
Schwächen ist das Thema.
Im Gespräch mit einer Frau (der romantik halber) stellt sich heraus das sie keine schwächen hat, das sie sich nicht entblößt vor anderen Männern, sie bleibt gerade und nur sich treu.
Der Mann (in dem Fall Brecht) hat ebenfalls keine Schwächen er ist stark und unbeugsam.
Jedoch hat er eins nicht berechnet. Er "liebte" Sie!
Er konnte nicht anders. Das war seine Schwäche, die sie in eine unbändige Macht hineinsog. Sie beide, die doch keine Schwächen haben. Nun für diese jene eine Schwäche alles aufgeben und sich ihr ganz hingeben um die Macht zu kosten. Die Macht der Liebe
Chris77 30.11.2007, 01:50 Uhr
Seine Liebe (für was auch immer!) sollte man eingestehen (sich und anderen), wer´s nicht tut leidet ! Wer gar nicht liebt ist ne wirklich arme S.. !
Mansouri 11.07.2008, 00:07 Uhr
Vielleicht hilft uns diesbezüglich ein Zitat von Kafka weiter: Die Liebe ist unproblematisch. Problematisch sind die Lenker, die Fahrgäste und die Straße.
Hanns 26.07.2008, 00:11 Uhr
Kafka-Zitate verwirren an diesem Punkt mehr, als dass sie helfen.
Doris 26.07.2008, 10:53 Uhr
Wenn ich nur dieses obige Zitat habe: Liebe wird hier als eine Schwäche bezeichnet (jemand oder überhaupt lieben zu können ist aber auch eine Stärke), gegenüber jemand starkem. Heute würde man es umgangssprachlich als cool bezeichnen. Hier steht ein liebender Mensch einem coolen Menschen gegenüber, der sein *Gesicht wahrt*, der keine Schwächen zeigt, für den die Liebe an sich eine Schwäche ist.
Es ist, so sehe ich es, ein Abschied, Abschiedsworte von einer liebenden Person zu jemand, der starr/stark/leger/lässig dasteht, keine Schwäche zeigt und jene Person die liebt verlässt.
Doris 26.07.2008, 10:57 Uhr
Nachtrag: Es sind eigentlich vorwurfsvolle Worte von einem Menschen dem man weh getan hat, weil er nicht zurückgeliebt wurde, jetzt verlassen wurde, doch derjenige der keine Schwäche zeigte/hatte, der verlässt einfach, der geht ohne Skrupel möchte man schon sagen.
Abschiedsworte, ein Hinterherblicken mit Tränen in den Augen, dieser Schwäche die man hatte, wobei hier Schwäche mit der Person gleich zu setzen ist, hinterherschauen, trauern, weinen, doch stolz ist diese liebende Person gewiss nicht, dabei könnte sie es eigentlich, sie kann stolz darauf sein, lieben zu können.
Herr Theo Retisch 28.08.2008, 17:31 Uhr
Man kann die letzte Zeile ganz eifnach vervollständigen, ...Ich liebte.[dich], damit ist das ganze Zitat geklärt. Sie beschreibt die unerfüllte Liebe zu ihm, fertig =), diesen Sinn des Zitates auszuführen ist jedem selbst überlassen, wie die Beiträge über mir ja zeigen. Jedenfalls ist der Kern geklärt.
Strubbel 28.08.2008, 21:49 Uhr
Erklärt sich jedem, der mal unglücklich verliebt war während des Lesens oder?
Mir ging es jedenfalls so. Weniger ist manchmal mehr.
Alles auf eine Karte und verlieren, ist aber auch nicht immer verkehrt.
Hossein 19.10.2008, 12:33 Uhr
Die Liebe kann nur ohne jegliche Maske existieren. Damit ist der Liebende(r) ohne Schutz und angreifbar.
Marco 03.06.2009, 21:51 Uhr
Ich denke Doris liegt sehr richtig mit ihrer Sicht der Dinge und auch Strubbel weiss wovon er redet - mir ging es nämlich genauso als ich die Zeilen zum ersten Mal las. Weiss Jemand zufälligerweise wo sich das Original-Manuskript zur Zeit befindet?
julius 15.10.2009, 23:01 Uhr
einfach nur wunderschön
Der wahre Wolfgang 15.10.2009, 23:12 Uhr
@julius, du kennst mich doch noch gar nicht!
Der wahre Wolfgang 15.10.2009, 23:28 Uhr
@Marco, du fragst nach dem Originalmanuskript. Moment, ich seh` mal in meinem Keller nach!
Hakan Altug 22.03.2010, 20:08 Uhr
Seeeehr Edel...( dise Zitat werde ich Merken)
Hakan Altug 22.03.2010, 20:35 Uhr
...von der kuerze,beeindruckt)
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H. Smidt:
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ych selpa:
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